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Startseite » Forenübersicht » Kamera und Technik » Sony A-Mount Kameras » Panoramafotos mit der Alpha 58
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Alt 12.03.2015, 15:23   #1
André 69
 
 
Registriert seit: 15.01.2008
Ort: Freistaat Sachsen
Beiträge: 5.053
Hallo Insulaner,

Panoramen schieße ich mit der A58 im Normalfall vom Stativ mit Panoramaadapter, aber auch hin und wieder frei Hand, alles manuell eingestellt, mit genügend Überlappung.
Das weiter oben schon erwähnte MS ICE (http://research.microsoft.com/en-us/.../projects/ice/) leistet sehr gute Dienste!
Will ich aber mehr Einflussmöglichkeiten und eine andere Weiterverarbeitung (Kugelpanoramen) nehme ich Hugin.
Welche Brennweite Du benutzt ist davon abhängig, welche Auflösung man tatsächlich benötigt, je nach weiterer Verwendung, oft reichen Panoramen mit Weitwinkel, seltener mache ich aber auch mal welche mit 50mm oder mit 80mm, mit entsprechend hohem Aufwand.

Gruß André
__________________
Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren (Benjamin Franklin)
André 69 ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 13.03.2015, 03:26   #2
Insulaner

Themenersteller
 
 
Registriert seit: 25.02.2015
Beiträge: 17
Vielen Dank euch allen für die hilfreichen Ratschläge.
@Thosie Das Video hat mir sehr gut gefallen.
@fritzenm Das mit den billigen Stativen wird sicherlich stimmen, irgendwo müssen die ja gespart haben.
Hatte mir aber extra eins mit über 1000 überwiegend guten Bewertungen bei Amazon rausgesucht.
Obs was taugt, werd ich sehen.
Hoffentlich ist am Wochenende gutes Wetter, bin schon ganz kribbelig.
Werde wahrscheinlich verschiedene Objektive ausprobieren und dann sehen, was mir am besten gefällt.
Wenns geklappt hat, melde ich mich wieder.

Insulaner
Insulaner ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.03.2015, 23:37   #3
Insulaner

Themenersteller
 
 
Registriert seit: 25.02.2015
Beiträge: 17
Alpha SLT 58 da isser wieder ;o))

Hallo SonyUser

Ich wollte mich ja wieder melden.
Da ich mein Stativ gestern bekommen habe und es heute Nachmittag nicht regnete, bin ich wieder auf den Turm hoch.
Das Stativ:
Es handelt sich um das "Cullmann ALPHA 3800 Dreibeinstativ mit Kurbelsäule, 3-Wege-Kopf und Kameraschnellkupplungs-System".
Also fest steht es, ABER die korrekte Justierung ist ja fast unmöglich.
Es hat 2 Wasserwaagen, eine runde weiter unten und eine längliche oben am 3-Wege-Kopf.
Nachdem ich beide justiert hatte und dann den Kopf vom Stativ drehte, ging die Blase ganz zur Seite, das sah ich natürlich auch im Sucher.
Wahrscheinlich ist dieser Kopf nicht gerade.
Egal, habe trotzdem einige Panoramen damit gemacht, danach Freihand weiter.
Ich denke mal für Landschaftsaufnahmen, wo der Horizont nicht so gerade wie bei der Ostsee ist, langt das Stativ bestimmt (ich hör schon von fritzenm: ich habs dir ja gesagt).

Es war saukalt auf dem Turm und windig.
Trotzdem habe ich einige Reihen fotografiert mit 2 Objektiven, dem Tamron und dem kleinen Minolta.
Habe teils die Programmautomatik genommen und ich glaube bei 2 Reihen auch den A-Modus.
Es gab doch recht verschiedene Ergebnisse, ich hatte ja auch verschiedene Brennweiten eingestellt.
2 unschöne Sachen sind mir passiert, wobei ich mir nur ersteres erklären kann:

- Das Geländer des Turms ist teilweise bei den Aufnahmen mit drauf und sieht mächtig verschoben aus (Nodalpunktadapter fehlt mir).
Nun ja, soo wichtig ist mir das noch nicht, da auch viel zu teuer.
- Bei einem Panorama sind Geisterbilder zu sehen, k.A. warum.

Ich habe die Panoramen bis auf das Letzte aus RAW-Dateien und keine weitere Farboptimierung oder was auch immer möglich ist gemacht, da ich davon noch keine Ahnung habe.
Das letzte habe ich aus jpg-Dateien gemacht, ich speichere auf der Kamera bis jetzt immer in raw und jpg ab.
Habe mal zu den Fotos die Angaben der Dateien geschrieben.
Puh, das am PC hat länger gedauert als das Fotografieren.


Pano mit Geländer Hochkant Stativ Tamron
Angaben:
Blendenzahl: F/7.1 ; Belichtung: 1/100 Sek. ; ISO-100 ; Messmodus: Mehrfeld ; Brennweite: 17mm

Link:


Hier noch mal das fehlerhafte Geländer weggeschnitten:



Stativaufnahme Tamron 17mm quer
Angaben:
Blendenzahl: F/6,3 ; Belichtung: 1/100 Sek. ; ISO-100 ; Messmodus: Mehrfeld ; Brennweite: 17mm

Link:


Pano Freihand Tamron 17mm hoch
Angaben:
Blendenzahl: F/7.1 ; Belichtung: 1/100 Sek. ; ISO-100 ; Messmodus: Mehrfeld ; Brennweite: 17mm

Link:


Pano Freihand 40mm quer (Objektiv?)
Angaben:
Blendenzahl: F/6.3 ; Belichtung: 1/125 Sek. ; ISO-100 ; Messmodus: Mehrfeld ; Brennweite: 40mm

Link:


Pano Freihand Tamron 17mm hoch
Angaben:
Blendenzahl: F/7.1 ; Belichtung: 1/100 Sek. ; ISO-100 ; Messmodus: Mehrfeld ; Brennweite: 17mm

Link:


Pano Minolta Freihand quer 35mm
Angaben:
Blendenzahl: F/7.1 ; Belichtung: 1/160 Sek. ; ISO-100 ; Messmodus: Mehrfeld ; Brennweite: 35mm

Link:


Geisterpano Minolta Freihand Hochkant 40mm
Angaben:
Blendenzahl: F/6.3 ; Belichtung: 1/125 Sek. ; ISO-100 ; Messmodus: Mehrfeld ; Brennweite: 40mm

Link:


Minolta Freihand 40mm quer
Angaben:
Blendenzahl: F/3.5 ; Belichtung: 1/320 Sek. ; ISO-100 ; Messmodus: Mehrfeld ; Brennweite: 40mm

Link:


Grüße
Insulaner
Insulaner ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.03.2015, 00:34   #4
JoZ
 
 
Registriert seit: 31.03.2004
Ort: Stuttgart
Beiträge: 1.352
Hallo,

zur Belichtung mal kurz:
Bei so einem Wetter ist es nicht so problematisch, aber wenn du ungünstigere Situationen hast und dann benachbarte Bilder hast, die dann unterschiedlich belichtet sind, ist das für das Panorama ungünstig. Daher besser die Belichtung manuell passend einstellen - dank Liveview ja auch kein Problem.

Mit dem Geländer hast du ohne Nodalpunktadapter eigentlich keine Chance - also am besten ohne aufnehmen.

Das "Geisterpanorama" beruht auf falschen oder fehlenden Kontrollpunkten. Die muss man dann von Hand anpassen, wenn das geht.

Den Horizont solltest du nachträglich dann noch ausrichten, das geht am besten, wenn nach unten (und oben) genügend Platz ist. Vielleicht kannst du die Kamera ja von Hand etwas weiter über das Geländer raushalten.

Gruß, Johannes
JoZ ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.03.2015, 20:04   #5
der_knipser
 
 
Registriert seit: 01.04.2008
Ort: Drabenderhöhe
Beiträge: 10.679
Bei Panoramen kann man viel verkehrt machen, und wie es richtig geht, lernt man aus solchen Bildern. Für breite Landschaftsbilder braucht man nicht zwingend einen Nodalpunktadapter. Man kann die Kamera meistens freihändig drehen, aber es ist nützlich zu wissen, wo der sogenannte Nodalpunkt (eigentlich die Eintrittspupille) liegt. Das ist ganz einfach: sie liegt da, wo man die scheinbare Blendenöffnung sieht, wenn man von vorne ins Objektiv schaut. Viele Tamron-Objektive haben etwa an dieser Stelle einen goldenen Ring. Wenn man außer der Kamera nicht mit hat, und rundum nur freie Natur ist, dann muss man trotzdem anders fotografieren als man es gewohnt ist. Man darf sich mit der Kamera nicht um seine eigene Achse drehen, sondern immer schön um den Nodalpunkt. Es hilft, wenn man die Kamera senkrecht über seine Fußspitze hält, und sich selbst nach jeder Aufnahme um diesen Punkt dreht. Die Bilder sind schon genauer als wenn man es nach gewohnter Weise macht.

Noch besser wird das Panorama, wenn man z.B. seine Faust auf ein Geländer setzt, den Daumen nach oben zeigen lässt, und das Objektiv im Nodalpunkt auf den Daumen abstützt. Damit verschiebt sich der Drehpunkt oft nur sehr gering.

Man kann sich auch einen "Nodalpunktadapter für Arme" selber bauen. Den schraubt man auf ein Stativ, und macht damit fast perfekte Aufnahmen. Die Konstruktion besteht aus einem Y-Stück, das unten ein Stativgewinde hat, und oben eine "Gabel", in die man das Objektiv im Nodalpunkt auflegt. Das ist praktisch eine Vereinerung der Daumenmethode, und man ist nicht auf ein Geländer angewiesen.

Den Einsatz von Wasserwaagen aller Art kann ich bei Landschaftspanoramen eigentlich nicht empfehlen. Wenn man waagerecht ausrichtet, hat man den Horizont immer mitten im Bild. Das würde ich nicht wollen. Mir ist es wichtiger, dass ich selbst bestimmen kann, ob ich mehr Landschaft mit Vordergrund zeigen kann, oder auch mehr interessanten Himmel. Das Ausrichten des Panoramas macht man ohnehin später per Software, nachdem die Bilder sauber gestitcht sind.

Das manuelle Einstellen sämtlicher Belichtungsparameter ist tatsächlich Pflicht, denn im Ergebnis geht es schließlich um EIN Bild, auch wenn man dafür ein paar Mal auslösen muss. Es gibt Panoramasoftware, die Helligkeiten und sogar Farbtemperaturen benachbarter Bilder angleichen kann, aber das sehe ich nur als schlechten Kompromiss an. Wenn ich das vorher alles festlege, ist das allemal besser.

Geisterbilder, so wie im Beispiel gezeigt, können entstehen, wenn der Stitcher keine geeigneten Kontrollpunkte findet. Das kann verschiedene Ursachen haben. Es könnte ein Bild dazwischen geraten sein, was gar nicht zum Panorama gehört, aber vom Stitcher automatisch geladen wird, weil es innerhalb eines bestimmten Zeitfensters kurz vor oder nach dem Panorama aufgenommen wurde. Es kann auch sein, dass ein Motiv keine Kontrollpunkte hergibt, wenn man z.B. nur Meer, Horizont und blauen Himmel drauf hat. In unscharfen Bereichen findet die Automatik ebenfalls keine Kontrollpunkte, und wenn der Fokus oder die Blende (Schärfentiefe!) verändert wurde, wird es mit den Kontrollpunkten schwierig. Sehr dunkle und sehr helle Belichtungen können ebenfalls schwierig zu stitchen sein. Spätestens bei solchen Problemen ist es nützlich, wenn man mit der Software so vertraut ist, dass man weiß, wie man das Panorama ohne jegliche Automatik manuell zusammenbaut. Alternativ muss man die beschriebenen Schwierigkeiten schon beim Fotografieren vermeiden.

Jede Ungenauigkeit, die man sich beim Fotografieren leistet, bezahlt man später mit notwendiger Bildbearbeitung. Ein perfekt aufgenommenes Panorama ist in wenigen Minuten zusammengebaut, ohne dass man auch nur einen einzigen Fehler sieht. Ein Panorama, bei dem der Drehpunkt nicht so genau gestimmt hat, braucht oft mehrere Stunden Nacharbeit. Hier zwei Beispiele, bei denen viel nachzuarbeiten war.
__________________
Gruß
Gottlieb
der_knipser ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 16.03.2015, 22:42   #6
Insulaner

Themenersteller
 
 
Registriert seit: 25.02.2015
Beiträge: 17
Vielen Dank für eure Hinweise.
Das mit der Faust und dem Daumen ist auch mal einen Versuch wert.
Diese Kugelpanoramen sind immer wieder toll anzuschauen, so etwas werde ich vielleicht später mal in Angriff nehmen.
Zunächst muß ich erst mal die Alpha 58 richtig oder zumindest besser kennen lernen.
Das mit den Panoramen vom Turm war nur ein erster Versuch.

Grüße
Insulaner
Insulaner ist offline   Mit Zitat antworten
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