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Startseite » Forenübersicht » Kamera und Technik » Objektive » A-Mount Objektive (ILCA, SLT, DSLR) » Zoom vs. Lichtstärke bei Objektivkauf
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Alt 17.09.2014, 17:58   #1
chris31
 
 
Registriert seit: 04.02.2013
Beiträge: 171
Zitat:
Zitat von wetterauer Beitrag anzeigen
Hallo,

Ich lese auch immer wieder, dass man für bessere Ergebnisse bei einigen lichtstarken Objektiven abblenden muss, was den Lichtvorteil wieder verspielt. Wenn man allerdings bei einem 3,5-5,6 auch abblenden muss, bleibt die Differenz wieder erhalten. Offenblende ist wohl öfters kritisch?
Offenblende hat man bei einem lichtstarken Objektiv eben eine sehr geringe Tiefenschärfe. Das kann dazu führen, dass der Focus mal nicht da liegt wo man ihn sich hin gewünscht hätte.

Außerdem sind viele Objektive so konstruiert, dass sie eine höhere Auflösung liefern, wenn sie ein oder zwei Stufen abgeblendet werden. Das hat den "Vorteil", dass die Tiefenschärfe auch größer wird; hat aber gleichzeitig auch den "Nachteil", dass die Tiefenschärfe kleiner wird. Je nachdem was der Fotograf sich halt wünscht.

Man kann aber trotzdem auch sehr schöne Fotos bei offener Blende (oder nur leicht abgeblendet schießen)...selbst bei einem Zoomobjektiv.

Gruß Chris
chris31 ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 17.09.2014, 18:16   #2
meshua
 
 
Registriert seit: 08.08.2005
Ort: Ocean Ave, San Francisco, CA 94112
Beiträge: 5.473
Zitat:
Zitat von chris31 Beitrag anzeigen
(...)
Außerdem sind viele Objektive so konstruiert, dass sie eine höhere Auflösung liefern, wenn sie ein oder zwei Stufen abgeblendet werden. Das hat den "Vorteil", dass (...)
... man bei Portraits nicht jeden Pickel und jede Pore im Gesicht sofort sieht.

Grüße, meshua
__________________
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meshua ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.09.2014, 18:31   #3
Excel
 
 
Registriert seit: 16.02.2012
Ort: Frankfurt / Main
Beiträge: 620
Ich habe damals als Anfänger genauso gedacht.
Mit der Zeit wird man dann aber schlauer. Jedoch hängt es auch von der Situation ab. Will ich tagsüber Landschaften knipsen, ist ein lichtstarkes Objektiv nicht nötig, da man ohnehin abblendet.
Der Sinn und Zweck ist nicht allein, die ISO niedrig zu halten, sondern die Schärfentiefe besser anpassen zu können. Bei Portraits etwa ist das viel Wert, oder um den störenden Hintergrund bei Sportaufnahmen zu eliminieren.
Und dann gibt es Aufnahmen, da ist Lichtstärke durch nichts zu ersetzen. Beispielsweise Nachtfotos etwa vom Sternenhimmel oder Fotos von bewegten Objekten bei schlechtem Licht.
Ich habe vor wenigen Monaten bei einer großen Gala fotografiert, bei buntem Scheinwerferlicht als einzige Quelle, dort sind die Tänzer und Sportler dann durch die Gegend gerannt. 1/200s oder kürzer ist das Pflicht. Und selbst mit ISO 3.200 war ich schon teils bei nahezu Offenblende angelangt (F2.8 bei mir). In kritischen Situationen musste ich auf ISO 6.400 gehen. Schwierigste Aufnahmedaten: ISO 6.400 bei F3.2.
Wenn ich da ein nicht lichtstarkes Tele genutzt hätte, wäre selbst auf maximaler ISO Schluss gewesen, abgesehen von dann absolut gruseliger Bildqualität.

Da gibt es sicher auch noch weitere Situationen. Ich habe mich zwischenzeitig auch gefragt, ob ich nicht das schwere Objektiv gegen ein leichteres tauschen soll, aber die Lichtstärke würde mir einfach fehlen.

Zum Thema Bildqualität: Ob ein Objektiv bei Offenblende schon gute Leistungen bringt, hängt immer vom Einzelfall ab. Hochwertige Objektive wie das Sony 16-50 liefern auch bei Offenblende schon gute Schärfe und Kontraste, das kann aber auch ganz anders aussehen. Wenn man voriges Objektiv auf die größten Blenden billigerer Objektive abblendet, ist die Auflösung nochmal ungleich höher. Auch die kritische Blende liegt bereits früher, beim 16-50 erfahrungsgemäß bei F5.6-F6.3. Einfachere Konstruktionen wie das 18-55 Kit liegen eher bei F8-F10.

Geändert von Excel (17.09.2014 um 18:34 Uhr)
Excel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.09.2014, 18:57   #4
wus
 
 
Registriert seit: 02.08.2009
Ort: München
Beiträge: 8.253
Wie man sieht gibt es ganz unterschiedliche Meinungen zu dem Thema, die natürlich auch auf den unterschiedlichen Ansprüchen und teils extrem unterschiedlichen Foto-Gelegenheiten bzw. -Aufgabenstellungen liegen. ISO 6400 und Blende 3.2 um 1 / 200 s oder kürzere Belichtungszeit zu erreichen ist schon ziemlich ungewöhnlich.

Ich hatte auch zeitweise 2.8er Zooms im Einsatz, fand sie aber offen zu weich, zumindest zum Rand hin. Jetzt, an der A77, setze ich das Zeiss 16 - 80 / 3.5 - 4.5 ein. Es ist nicht hoch lichtstark, aber auch nicht so lichtschwach wie das 16-105 oder 18-135. Es hat schon ganz geöffnet eine sehr gute Abbildungsqualität.

Das bisschen mehr an Lichtstärke und Freistellpotential was mir ein 16 oder 17 - 50 / 2.8 gäbe ist mir zu wenig um den Vorteil des bis 80 mm reichenden Brennweitenbereichs aufzugeben. Meiner Meinung nach wird das Freistellpotential der 16 - 50 / 2.8 an APS-C ohnehin überschätzt. Und der Geschwindigkeits- bzw. ISO-Vorteil der 2.8er Zooms beträgt gerade einmal 0,7 bis 1,3 Blenden.

Um ähnlich freistellen zu können wie mit einem 24 - 70 / 2.8 an Vollformat bräuchte man ein 16 - 47 / 1.9. Sigma hat mit dem 18 - 35 / 1.8 ein Objektiv vorgestellt das diesen Gedanken zumindest teilweise aufgreift, allerdings ist der Brennweitenbereich damit doch sehr eingeschränkt, und der AF ist ziemlich langsam.

Daher bleibt das Zeiss mein Immerdrauf. Wenn ich freistellen will oder zu wenig Licht vorhanden ist setze ich mal meine Festbrennweiten an, aber das kommt eher selten vor.

Also ich kann Deine Gedanken gut nachvollziehen. Nur würde ich von einem Superzoom abraten, wenn Du einigermaßen gute Bildqualität willst.
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Alt 17.09.2014, 19:15   #5
wetterauer

Themenersteller
 
 
Registriert seit: 18.08.2014
Ort: Wetterau
Beiträge: 208
Ui, das geht aber fix. Ich wollte bei den Objektiven nur mal einen Spielraum eingeben, die Daten waren jetzt nicht ganz passend. Ich habe die A58 schon mit dem 18-55 Kit-Objektiv und dem Tamron 55-200.

Gut zu definieren ist in der Tat nicht einfach. Sagen wir besser wie das Kit-Objektiv. Momentan kann ich ohnehin die Qualitätsunterschiede nicht nutzen, dazu fehlt mir noch zu viel Technik.

Das Minolta als Festbrennweite wird ja öfters als Objektiv mit gutem P/L-Verhältnis gelobt und ist durchaus eine Alternative. Das Zeiss ist von den Eckdaten und der Qualität bestimmt super. Das hat eben seinen Preis. Ein Superzoom wollte ich mir auch nicht anschaffen.

Das Thema Schärfentiefe hatte ich natürlich vor lauter Lichtstärke ziemlich aus den Augen verloren

Viele Wege führen nach Rom. Ich werde mal abwarten was ich mit der Kamera so anstelle und der Gebrauchtmarkt hier macht ja auch ein etwas teureres Glas erschwinglich.

Vielen Dank für euren Input!
__________________
Viele Grüße aus der Wetterau, Andreas
wetterauer ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 17.09.2014, 19:41   #6
WB-Joe
Moderator
 
 
Registriert seit: 08.05.2005
Ort: München
Beiträge: 15.472
Bleibt man bei APS-C ist die Auswahl an guten bis sehr guten preiswerten Objektiven selbst bei Sony sehr reichhaltig.
- 16-80
- 16-105
- 55-200 SAM
- 55-300 Sam
- 35/1,8
- 50/1,8
- 85/2,8
Bei der Auswahl bleibt eigentlich kein Wunsch offen.
Meine Favoriten an der A77MkII sind eindeutig das 16-105+55-300. Großer Zoombereich, preiswert, optisch sehr gut, klein, leicht.
Bei den KB-F=2,8er Linsen wie dem 16-35/2,8, dem 24-70/2,8 und dem 70-200/2,8 wird das Paket mit der A99 schon sehr viel schwerer und vor allem sehr viel teuerer.
__________________
Prost!!!
WB-Joe

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Alt 17.09.2014, 19:49   #7
sir-charles
 
 
Registriert seit: 29.08.2009
Ort: Berlin
Beiträge: 1.792
Die Blende ist ein Gestaltungselement, wie Belichtungszeit und ISO.
Eine Kamera mit kürzester Verschlusszeit von 1/1000 und einen ISO 400 Film möchtest Du aber heute nicht mehr verwenden. Dein gutes Recht.

Wenn Dir jetzt noch Deine Zooms reichen, ist noch alles gut. Evtl. hebe Dir Deine Frage nochmals für die Zeit von November bis Februar auf. Es kann sein, das sich Deine Frage dann ganz von selbst klärt.

Gruß
Frank
sir-charles ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.09.2014, 11:09   #8
Kopernikus1966
 
 
Registriert seit: 13.07.2006
Ort: Wolkersdorf im Weinviertel
Beiträge: 921
Zitat:
Zitat von sir-charles Beitrag anzeigen
Die Blende ist ein Gestaltungselement, wie Belichtungszeit und ISO.
Eine Kamera mit kürzester Verschlusszeit von 1/1000 und einen ISO 400 Film möchtest Du aber heute nicht mehr verwenden. Dein gutes Recht.

Wenn Dir jetzt noch Deine Zooms reichen, ist noch alles gut. Evtl. hebe Dir Deine Frage nochmals für die Zeit von November bis Februar auf. Es kann sein, das sich Deine Frage dann ganz von selbst klärt.

Gruß
Frank
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Gregor Kobelkoff
Der noch immer für ein bezahlbares 18mm/2 betet...
falls es wen interessiert: BLOG
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