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Alt 14.01.2014, 08:27   #1
Erebos
 
 
Registriert seit: 27.01.2012
Ort: Bodensee
Beiträge: 712
Zitat:
Zitat von Armin77 Beitrag anzeigen

...
Von Kindern würd ich mal allgemein die Linse fernhalten....das hat ja immer gleich ein "Geschmäckle".
...

Sind wir wirklich schon soweit gekommen?
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Alt 14.01.2014, 09:43   #2
Tikal
 
 
Registriert seit: 11.04.2012
Beiträge: 3.086
Ja leider sind wir das. Ich halte die Kamer auch nicht in Richtung Kinder. Wir gehen ja jetzt im Falle von fremden Kindern auf der Straße aus. Auch sonst braucht man beim Fotografieren von Kindern die Erlaubnis der Eltern. Da ist die Veröffentlichung noch gar nicht in begriffen.
__________________
Standard Lizenz meiner Fotos
Tikal ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.01.2014, 12:15   #3
raul
 
 
Registriert seit: 15.07.2011
Beiträge: 2.040
Zitat:
Zitat von Erebos Beitrag anzeigen
Sind wir wirklich schon soweit gekommen?
Ich würde eher sagen: zum Glück sind wir soweit gekommen. Mit "Geschmäckle" bei Kindern vermute ich mal, dass es um sexuelle Neigungen einiger Perverser geht. Das ist aber nur der eine Punkt. Der Andere ist, dass mittels Konzernen (z.B. G**gle) oder des Staates mittlerweile eine flächendeckende, privatsphärevernichtende Überwachungsstruktur aufgebaut wird, die ich nicht unterstützen möchte! Wenn ich also als Beispiel mit Kind auf irgendeinem Volksfest stehe, möchte ich nicht von mir fremden Personen geknipst und ins Netz gestellt werden, damit die automatisierten Crawler mittels biometrischem Datenabgleich wissen: Person x stand zur Zeit y an Ort z. Speichern. Ausserdem ist gerade bei Kindern so eine Timeline herstellbar. Möchtest du wirklich, dass jede Person in 20 Jahren bei einem heute geborenen Kind lückenlos jeden öffentlichen "Auftritt" rekonstruieren kann, weil entweder die Knipser die Bilder auf Fl*ckr oder der Staat Bilder von Überwachungskameras gespeichert und nicht gut genug gegen unbefugten Zugriff abgesichert haben? Ich nicht.

Gruß,
raul

Geändert von raul (14.01.2014 um 12:19 Uhr)
raul ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.01.2014, 12:51   #4
Kopernikus1966
 
 
Registriert seit: 13.07.2006
Ort: Wolkersdorf im Weinviertel
Beiträge: 921
Zitat:
Zitat von raul Beitrag anzeigen
Wenn ich also als Beispiel mit Kind auf irgendeinem Volksfest stehe, möchte ich nicht von mir fremden Personen geknipst und ins Netz gestellt werden, damit die automatisierten Crawler mittels biometrischem Datenabgleich wissen: Person x stand zur Zeit y an Ort z. Speichern. Ausserdem ist gerade bei Kindern so eine Timeline herstellbar. Möchtest du wirklich, dass jede Person in 20 Jahren bei einem heute geborenen Kind lückenlos jeden öffentlichen "Auftritt" rekonstruieren kann, weil entweder die Knipser die Bilder auf Fl*ckr oder der Staat Bilder von Überwachungskameras gespeichert und nicht gut genug gegen unbefugten Zugriff abgesichert haben? Ich nicht.
Gerade solche Paranoiker bringen die legitimen Datenschützer in Verruf!

Du willst tatsächlich in der ÖFFENTLICHKEIT *unbeobachtet* sein?????
Was erwartest du???? Das keiner hinsieht, wenn du am Volksfest besoffen bist??? Wenn dein Nachbar dich im Vorbeigehen beim Kotzen erwischt, das nicht brühwarm weiter erzählt???

Mach´s einfach wie die Generationen vor uns: BENIMM DICH IN DER ÖFFENTLICHKEIT SO WIE DU WAHRGENOMMEN WERDEN WILLST!
__________________
Gregor Kobelkoff
Der noch immer für ein bezahlbares 18mm/2 betet...
falls es wen interessiert: BLOG
Kopernikus1966 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.01.2014, 12:59   #5
raul
 
 
Registriert seit: 15.07.2011
Beiträge: 2.040
Zitat:
Zitat von Kopernikus1966 Beitrag anzeigen
... Paranoiker...BENIMM DICH IN DER ÖFFENTLICHKEIT SO WIE DU WAHRGENOMMEN WERDEN WILLST!
Lustig, du beschimpfst und brüllst und redest von Benehmen.
Wenn du Anhänger der "ich habe nix zu verbergen" Fraktion bist, liest du dir am besten nochmal durch, was Datenschutz bedeutet. Mit Benehmen hat das jedenfalls nix zu tun.
raul ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 14.01.2014, 13:04   #6
raul
 
 
Registriert seit: 15.07.2011
Beiträge: 2.040
@mriegelhofer:

Das Thema Glass beobachte ich im Hinblick auf die rechtlichen Rahmenbedingungen auch mit Spannung, mal sehen was dabei rumkommt. Um das Verhindern geht es mir wegen der von dir beschriebenen Nichtumsetzbarkeit auch gar nicht, sondern eher um mein Fotografieverhalten. Ich schiesse halt niemanden ohne Erlaubnis, weil ich es von anderen auch erwarte. Und darum geht es hier ja eigentlich im Thread. Wenn der TO die Abgebildeten einfach fragt, sollte es doch kein Problem geben.

Gruß,
raul
raul ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.01.2014, 13:06   #7
Tikal
 
 
Registriert seit: 11.04.2012
Beiträge: 3.086
Noch ist nicht sicher, wie sich das mit solchen Kamera Brillen entwickeln wird. Vielleicht kommt ein neues Gesetz, welches derartige Geräte die heimlich Bilder aufnehmen können und jederzeit beteit sind, verboten. Wenn ich daran denke was hier für Aufstände gemacht wurden wegen Google Street, so ist das letzte Wort nicht gesagt.

Aber das hat mit klassischer Fotografie eigentlich nicht viel gemeinsam. Wenn ich auf der Straße fotografiere, so möchte ich das die Leute meine Kamera sehen und gegebenenfalls wissen das sie fotografiert werden oder nicht werden. Sowas macht man nicht heimlich.
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Geändert von Tikal (14.01.2014 um 13:08 Uhr)
Tikal ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.01.2014, 13:14   #8
Kopernikus1966
 
 
Registriert seit: 13.07.2006
Ort: Wolkersdorf im Weinviertel
Beiträge: 921
Zitat:
Zitat von raul Beitrag anzeigen
Lustig, du beschimpfst und brüllst und redest von Benehmen.
Wenn du Anhänger der "ich habe nix zu verbergen" Fraktion bist, liest du dir am besten nochmal durch, was Datenschutz bedeutet. Mit Benehmen hat das jedenfalls nix zu tun.
BLOCKSCHRIFT für BETONUNG!

Du willst doch nicht behaupten, dass dein Szenario eine reale Bedrohung darstellt? Wie willst du dem entgegenwirken? Wenn du deine Vorstellung konsequent weiterverfolgst, bleibt dir nur mehr der komplette Rückzug aus jeglicher Öffentlichkeit. *DAS* ist Paranoia!

Und wenn du mir nicht getätigte Aussagen in den Mund legst, dann zeugt das nur von unredlichem Diskussionsverhalten oder Verfolgungswahn...

Ich bin für den Schutz der Privatsphäre mit einer Überzeugung und Vehemenz, die auch durch die Mitarbeit bei Amnesty International weitere Nahrung erhalten hat. NIEMAND hat das Recht sich in meinem privaten Bereich zu tummeln, außer ich gewähre ihm dieses Privileg!

Aber diesen Zustand auch in der Öffentlichkeit zu erwarten ist in meinen Augen einfach weltfremd. Wenn ich wie jeder Mensch "etwas zu verbergen habe" ist es doch *MEINE* Verantwortung es nicht selber ins Rampenlicht zu stellen. Muss ich meine Freiheit als Fotograf und Beobachter einschränken lassen, weil wir vom Blödest-Anzunehmenden-Mitbürger ausgehen, der vor sich selbst geschützt werden muss? Glauben wir, dass die Seele des Kindes geraubt wird, wenn wir, falls es soweit käme, in 20 Jahren feststellen an welcher Kindergartenrutsche es gespielt hat???

Das Problem liegt *NICHT* in der Öffentlichkeit. Es liegt in der späteren Nachverarbeitung der Daten. In die *MUSS* jeder Einsicht und Einspruchsmöglichkeit haben. Wenn wir Öffentlichkeit abschaffen, schaffen wir die Menschlichkeit ab. Angst ist der schlechteste Ratgeber den es gibt!
__________________
Gregor Kobelkoff
Der noch immer für ein bezahlbares 18mm/2 betet...
falls es wen interessiert: BLOG
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Alt 14.01.2014, 13:26   #9
raul
 
 
Registriert seit: 15.07.2011
Beiträge: 2.040
Zitat:
Zitat von Kopernikus1966 Beitrag anzeigen
BLOCKSCHRIFT für BETONUNG!
Aus Wikipedia für dich zum Lernen:
"In Chats und Internetforen gilt die Verwendung von Blockschrift innerhalb eines Satzes allgemein als An- oder Herumschreien, wenn es zuvor nicht anderweitig gekennzeichnet wurde, und widerspricht demzufolge den Regeln eines gepflegten Umgangstons."

Zitat:
Zitat von Kopernikus1966 Beitrag anzeigen
Und wenn du mir nicht getätigte Aussagen in den Mund legst, dann zeugt das nur von unredlichem Diskussionsverhalten oder Verfolgungswahn...
Schrieb ich nicht "Wenn..."? Bedarf das wirklich einer Erklärung?

Zitat:
Zitat von Kopernikus1966 Beitrag anzeigen
Das Problem liegt *NICHT* in der Öffentlichkeit. Es liegt in der späteren Nachverarbeitung der Daten. In die *MUSS* jeder Einsicht und Einspruchsmöglichkeit haben. Wenn wir Öffentlichkeit abschaffen, schaffen wir die Menschlichkeit ab. Angst ist der schlechteste Ratgeber den es gibt!
Da sagst du endlich mal was Konstruktives. Da aber andere die Nachverarbeitung intransparent übernehmen, hat man auch keine Einspruchsmöglichkeit mehr. Das kann man zwar versuchen zu ändern, allein der Glaube fehlt mir!

Um Öffentlichkeitsabschaffung geht es überhaupt nicht. Ich denke dir fehlt ein wenig die Phantasie und/oder das technische Wissen um zu verstehen, welche Größe der mögliche Datenmissbrauch eines gläsernen Bürgers hat, daher nochmal mein Hinweis: lies dich in das Thema Datenschutz ein bevor du anderen Paranoia unterstellst oder Schlüsse wie den kompletten Rückzug aus der Öffentlichkeit ziehst.
raul ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.01.2014, 13:51   #10
Kopernikus1966
 
 
Registriert seit: 13.07.2006
Ort: Wolkersdorf im Weinviertel
Beiträge: 921
@raul

Ok, ich habe geschrien...

Und ich gebe zu, mir ist der Kragen geplatzt, bei deiner Argumentation!

Du tust so, als wäre Öffentlichkeit ein Konzept, das im Jahr 2014 vom Himmel gefallen ist.
Vorher gab´s das nicht, und daher müssen wir komplett neue (restriktive) Verhaltensregeln akzeptieren. Ich bin von Sicherheitspersonal, Polizei und erbosten Privatpersonen angegriffen worden, ohne mehr getan zu haben als ein Foto (von nicht in irgendeiner Weise sicherheitsrelevanten Motiven) zu machen.
(Achtung Aufschrei!) DAS IST UNAKZEPTABEL.
Du und viele andere versuchen Privatsphäre in den öffentlichen Bereich auszudehnen. Der nächste Schritt wäre Personen zu zwingen bei Verhalten, das jemand anderen in negativem Licht zeigen könnte, wegzuschauen.
Ich bin *sicher* kein Verfechter des gläsernen Menschen und arbeite schon seit Jahrzehnten in der Datenverarbeitung (mit teilweise *sehr* sensiblen Daten). Aber wenn du das Datum eines Aufenthalts an einem öffentlichen Ort als *schützenswert* betrachtest... Ich habe eine gewisse Zeit Tagebuch geführt (vor 30 Jahren), einige "Bewegungen" meiner Freunde kann man anhand dessen nachvollziehen. Verlangst du von mir, dass ich es verbrennen soll?
Die Vernunft diktiert: Wenn ich Verhalten nicht öffentlich machen will, dann darf ich´s nicht in der Öffentlichkeit zeigen. Das ist eine Tautologie und daher immer wahr!
Wenn ich meine Daten öffentlich mache *greift* das Thema Datenschutz einfach nicht.
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Gregor Kobelkoff
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