Ja, es gibt Telefone mit denen man Bilder machen kann, aber auch Smartphones, mit denen man telefonieren kann. Das ist eben der Konsumer-Massenmarkt. Eben diese Masse will auf möglichst bequeme Art und Weise aufs Knöpfchen drücken, ohne über die Grundlagen der Fotografie nachdenken zu müssen. Man will sich einfach damit nicht tiefer beschäftigen. Wir dagegen (wobei ich reiner Amateur bin) ziehen mit Kilos herum, um zu gewissen Ergebnissen zu kommen. Kaufen uns für viel Geld Ausrüstungen, um dem perfekten Bild möglichst nahe zu kommen. Dass wir da nur eine Nische sein können, dürfte dabei klar sein. Der Masse interessieren unsere Bilder gar nicht. Sie wollen nur sehen, wie schön man getroffen ist, also, wie hier schon geschrieben, reine Erinnerungen des Augenblicks speichern.
Das heisst aber nicht, dass ich diese Geräte und Technik nicht auch hin und wieder einsetze. Habe schon schöne Landschaften in den Alpen damit fotografiert, wo Brennweite und Licht praktisch passten und diese dann sofort an interessierte Personen geschickt. Oder ich habe gerade keine Kamera zur Hand oder muss mal schnell etwas dokumentieren.
Wie sich das weiterentwickelt? Der Fortschritt der Elektronik wirds schon richten. Unsere Nische wird bestehen bleiben, unsere Kameras mit Lightroom ausgestattet, bringen die Bilder, wie gewünscht. Computer und Kameras wachsen zusammen, werden immer perfekter, die Objektive immer besser. Ich sehe hier, wie sich die Schere zwischen Normalos und unserer Nische immer weiter öffnet. Aber wo bleiben die Anzeigemöglichkeiten, die mit dieser Entwicklung mithalten können? Zur Zeit mit Full HD oder 4K (ich glaube, die Auflösung können Smartphones auch). Der Massenmarkt bleibt getreu nach der Philosophie der möglichst einfachen Technik mit möglichst wenig "sich Gedanken machen zu müssen" beim Knöpfchendrücken und dieser Markt wird nach den Prinzipien der weit entfernten Nachbarn im Westen eher zunehmen.
Grüsse
Horst
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