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#1 |
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Themenersteller
Registriert seit: 11.04.2012
Beiträge: 3.086
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sorry, aber das hat mir jetzt leider nicht geholfen.
Ich nehme mal das Beispiel aus Wikipedia: (Bilder sind ja frei benutzbar) Zum Beispiel wieso wird das rote Auto rot? Blau könnte doch in den Graustufen genausoviel helligkeit haben wie Rot. Wie kann der Bayer Filter wissen ob diese Helligkeitsstufe nun Blau oder Rot angehört? Der Filter wird ja später softwaretechnisch hinzugerechnet. Hab ich das richtig verstanden? |
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#2 |
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Registriert seit: 25.08.2006
Ort: Anus Mundi
Beiträge: 4.384
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#3 | |
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Registriert seit: 02.08.2009
Ort: München
Beiträge: 8.253
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Zitat:
Das gleiche gilt für die anderen Farben des Bayer-Filters - Grün lässt nur Grün zum Pixel durch, Blau nur Blau. Der Filter weiß natürlich nichts, aber der Prozessor der den Sensor Pixel für Pixel ausliest um daraus dann das Digitalbild zu erstellen weiß genau hinter welcher Farbe jeder einzelne Pixel sitzt. |
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#4 |
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Themenersteller
Registriert seit: 11.04.2012
Beiträge: 3.086
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Ich seh schon, da liegt wohl ein starker Denkfehler vor. Ich bin irritiert, weil hier davon die Rede ist, das der Sensor nur Graustufen enthält.
Sitzt der Bayer Filter physisch zwischen dem Sensor und Objektiv? Oder ist der Bayer Filter nur rein rechnerisch als Software vorhanden? Ist der Bayer Filter höher Aufgelöst als die eigentlichen Pixel? Schön wäre, wenn man den Bayer Filter ausschalten könnte um unverfälschte SW Bilder zu erhalten. Geändert von Tikal (14.04.2012 um 23:29 Uhr) |
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#5 |
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Moderator
Registriert seit: 15.01.2004
Ort: D-31311 Uetze
Beiträge: 4.110
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moin,
Dein Verständnisproblem scheint mir in der Anordnung des Filters zu liegen Der Bayer-Filter ist ein Mosaik-Farbfilter, jedes 2x2=4 Pixel-Feld enthält 2 grüne, einen roten und einen blauen Filter: GB RG Dieser Filter ist direkt auf den Sensor geklebt und das Muster wiederholt sich über den ganzen Sensor. Daher "sieht" jeder Pixel nur "seine" Farbe, obwohl er für das ganze Spektrum empfindlich ist. Aber der Farbfilter lässt (mit seiner Durchlasskurve) nur den Wellenlängenbereich seiner "Farbe" durch. Es gibt hinterher als sog. RAW drei Farbauszüge, die bei Rot und Blau 1/4 der Auflösung und bei Grün die halbe Auflösung des Sensors haben und gegeneinander um den Pixelpitch=Abstand zweier Pixel-Mittelpunkte versetzt sind. Die Anordnung der Farbfilter ist bekannt (wird i.d.R. in die Datei geschrieben), d.h. es ist für jeden Pixel bekannt, welche der drei Grundfarben sein Filter hat und somit wie die Helligkeitswerte dieses Pixels zu interpretieren sind. Beim "Entwickeln" der RAW-Datei wird ein Bayer-Demosaiking durchgeführt, d.h. für jeden Pixel wird aus den umliegenden Pixeln die RGB-Farbe interpoliert. Daher haben Bayer-Sensoren real nur ca. die 0.71-fache Auflösung (1/Wurzel 2) gegenüber dem Sensor ohne Farbfilter, der aber nur ein S/W-Graustufenbild liefern würde. Wenn man jegliche Artefakte vermeiden will, muss man sogar auf die halbe Auflösung herunter gehen, ein 24MPix-Bayer-Sensor liefert dann nahezu perfekte 6MPix-Farbbilder. Die drei Farbkanäle des Bayer-Filters werden dabei dem menschlichen Farbsinn angenähert, der ja ebenfalls auf drei verschiedenen Zapfen-Typen mit verschiedenen Rhodopsinen und daher unterschiedlicher spektraler Empfindlichkeit basiert. Beim Menschen kommen noch die nur helligkeitsempfindlichen Stäbchen dazu, die wesentlich empfindlicher sind ("nachts sind alle Katzen grau"). Ähnliches wurde schon versucht, indem man einen Grün-Filter weglässt und damit jeder 4. Pixel ein Graustufenpixel ist, der infolge der fehlenden Abschwächung durch den Filter deutlich empfindlicher ist. Hat sich bislang aber nicht bewährt. oops, wieder zu langsam ...
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gruesze, thomas -das Leben ist zu kurz, um sich über kostengünstige, mittelmäßige Objektive zu ärgern- ... ich moderiere nicht, ich bin hier nur der Hausmeister. So kannst du das Sonyuserforum und unsere Arbeit unterstützen |
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#6 |
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Moderator
Registriert seit: 14.04.2006
Ort: Bissendorf, Landkreis Osnabrück
Beiträge: 4.264
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Es schadet ja nicht, zwei verschiedene Erklärungen zu lesen.
Zu den Nachfragen des TO: Die Bayermatrix entspricht der Auflösung des Kamerasensors. Die Farbinformation ist somit eigentlich geringer aufgelöst als die Sensorauflösung, da je Pixel nur ein Farbkanal (rot oder grün oder blau) aufgenommen werden kann. Es findet im Prinzip eine Interpolation von Farbwerten statt, da das Auflösungsvermögen des menschlichen Auges ebenfalls für Farben geringer ist. (vgl. Farbwahrnehmung) Ein Bayerfilter kann man nicht ausschalten, dann müsste man den Sensor tauschen.
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Gruß Frank „In der Informatik geht es genau so wenig um Computer, wie in der Astronomie um Teleskope.“ (Edsger W. Dijkstra) |
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#7 | |||
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Themenersteller
Registriert seit: 11.04.2012
Beiträge: 3.086
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Das sind ja fantastische Erklärungen! Genau so eine Aufklärung habe ich mir gewünscht. Danke für eure Mühen! Ich zitiere mal die Kernaussagen, die mir wohl gefehlt hatten:
Zitat:
Zitat:
Zitat:
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#8 |
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Registriert seit: 18.03.2012
Beiträge: 152
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Ich stell es mir immer wie farbige Brillen vor.
Durch eine grüne Brille sehe ich (bzw. der dahinter liegende Pixel auf dem Sensor) nur den Grünanteil des Lichts. Je nach Stelle ist es mal heller und mal dunkler dunkler Bei den anderen Farben ist es genau so.
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"Mein Gott, es ist voller Sterne", Arthur C. Clark, Odyssee im Weltraum |
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