Registriert seit: 25.11.2012
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Nun haben wir denn schon die dritte Märzwoche und damit den dritten Wochenbesprecher zum Thema Stille. Mal schauen, was der geschätzten Forengemeinde hierzu noch weiter einfällt. Die heutige Ausbeute kann sich jedenfalls sehen lassen!
| Besprechung 16.3.2026 |
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| Name | Bild | Besprechung | | K-H-B | | Stille-16 Segelboot im sonnigen Gegenlicht. Ob vormittags oder nachmittags aufgenommen, wird nicht ganz klar. Auf jeden Fall eine beeindruckende, farbmächtige Stimmung, die Karl-Heinz hier eingefangen hat und der man trotz der bedrohlich wirkenden dunklen Wolken die Stille abnehmen mag. Schön, wie der Sonnenball genau zwischen den beiden Segeln platziert ist. Ich weiß nicht, ob Du das in Thailand aufgenommen hast, aber ohne Frage könnte dieses Motiv als Tourismuswerbung für Deine Wahlheimat dienen… | | ingoKober | | Über allen Wipfeln ist Ruh... Beeindruckende Morgenaufnahme aus dem Urwald, wie ich sie so ähnlich auch wiederholt erlebt habe. Nicht in Simbabwe, wie Ingo, aber auch in Afrika. So gingen bei mir sofort auch alle Erinnerungsglocken an und ich tauchte gedanklich ein in ein unendlich vielstimmiges Konzert aus Vogelgezwitscher, Zikadengetrillere, Affengekeife etc. Ich glaube, es gibt wenig un-stillere Orte in der Natur unseres Planeten als einen morgendlichen Urwald. Thema also leider verfehlt. Dennoch sehr schön, wie sich die Palmenkronen durch den aufsteigenden Morgennebel strecken! | | CB450 | | Hintersee Was für eine malerische Stimmung am Hintersee bei Ramsau im Berchtesgadener Land! Dort war ich auch schon zwei-, dreimal, aber noch nie zu dieser stillen Abendstunde und bei diesem Licht, und wenn, hätte ich es nie so hinbekommen. Ein echter Peter eben – bekannt für seine Schönheiten aus bayrischen Landen. Fast wünschte man sich freilich, ein Vöglein möge mit lieblichem Gesang oder ein Fisch mit einem kühnen, platschenden Sprung diese Stille doch kurz durchbrechen. Der Stille täte das keinen Abbruch, eher würde sie damit noch stärker wahrnehmbar. | | Dornwald46 | | bunt und still Bei Hermann braucht es etwas Fantasie, um sich in einer langen, schmalen Bahnunterführung wirklich Stille vorzustellen. Denn allzu schnell jagt ein Zug über das darüberliegende Gleisbett, hallen Schritte von Passanten wider (vielleicht Graffiti-Sprüher), hört man Wasser durch undichte Fugen herabtropfen. Aber vielleicht ist es ja ein verlassener Ort, ein stillgelegter Bahnhof, von denen es inzwischen zahllose hierzulande gibt. Allein in den letzten 25 Jahren wurden weitere 300 Bahnhöfe dichtgemacht. Schade auch deshalb, weil in Deutschland anno 1839 die überhaupt erste Eisenbahn-Fernstrecke (Leipzig-Dresden) und damit auch der erste Eisenbahntunnel in Kontinentaleuropa in Betrieb gingen. | | Dat Ei | | Synagoga und Ecclesia Ein Bild, das mehr Betroffenheit denn Stille assoziiert. Denn die allegorischen weiblichen Zwillinge Ekklesia und Synagoga (deutsch: Kirche und Synagoge) verkörpern halt die schmerzliche Ambivalenz zwischen Christentum und Judentum und sollen gerade die Christen daran erinnern, dass sie mit der Bekämpfung des jüdischen Glaubens auch Hand anlegen an ihre eigenen Wurzeln, quasi ihre eigene geistliche Identität. Stille erzeugt in diesem Zusammenhang vor allem das Wissen um die Grausamkeiten, die Christen seit dem Mittelalter immer wieder an Juden verübten. Nur am Rande, Frank: Da Du bei Deinen Bildern stets die Galerielinks weglässt, machst Du es dem Besprecher zusätzlich schwer, das entsprechende Foto unter Deinen Hunderten Bildern in der Galerie aufzustöbern, um dann den notwendigen Link für diese Tabelle hier herauskopieren zu können. Das macht richtig Arbeit. Dein gestriges Foto ist immerhin vor 13 Jahren entstanden. | | kiwi05 | | Vor dem Ansturm... „Vorfreude“ war mein erster Gedanke, Peter, als ich das Bild sah. Denn im September sind wir auch mal wieder auf dem Mont-Saint-Michel, bleiben sogar eine Nacht und haben so ebenfalls die Gelegenheit, den berühmten Berg vor dem Ansturm zu erleben. Oder auch danach, wenn die Touri-Busse wieder weg sind. Immerhin ist er mit jährlich um die 3 Mio. Besuchern die (nach Paris) zweitmeistbesuchte Sehenswürdigkeit Frankreichs. Bei Deinem Bild gefällt mir, wie Du den Lichtkontrast zwischen Innen und Außen bewältigt hast (immerhin noch mit Deiner damaligen A77 II). Das assoziiert wirklich jene von Dana gewünschte absolute Stille, die man im Bild „sehen“ soll, selbst wenn es zu dieser späteren Morgenstunde (9:16 Uhr) vermutlich nicht mehr so ganz mucksmäuschenstill gewesen sein dürfte… | | bruno5 | | Kein Wecker Originelle, witzige Idee, Bruno, auch wenn ich nicht sicher bin, ob Dana als Ideengeberin sie als themenkonform betrachten würde. Denn das Bild provoziert damit natürlich sofort auch Schnarchgeräusche, vielleicht auch andere Klänge, etwa Radiomusik, Straßenkrach, der durchs Fenster dringt, Lärm aus Nachbarwohnungen. Denn gerade, wenn man den Wecker still stellt, schläft man leicht in den un-stillen Tag hinein… | | Effjotter | | Festspielhaus Neuschwanstein Ein schönes Bild mit beeindruckender Bergkulisse des Festspielhauses Neuschwanstein am Ufer des Forggensees in Füssen! Doch sei ehrlich, Jürgen, still war es da gerade eher nicht – oder? Der Forggensee ist immerhin Deutschlands größter Stausee, gelegen im touristisch gut frequentierten Königswinkel, und im Festspielhaus wurde vielleicht gerade für diverse Musicals oder Events geprobt… Das Bild entstand offenbar auch weder in den frühen Morgen- noch den späten Abendstunden. Auf jeden Fall aber eine Inspiration, mal wieder ins Allgäu zu fahren… | |
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Gruß Harald
Die größten Kritiker der Elche waren früher selber welche.
Geändert von perser (17.03.2026 um 10:05 Uhr)
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