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#11 |
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Themenersteller
Registriert seit: 16.01.2005
Ort: Pfinztal
Beiträge: 2.984
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Auf zum ersten Zacken der Venedigerkrone
Morgens um 6:30 starten wir am Defreggerhaus. Wir, das sind vier Gipfelaspiranten und unser Bergführer. Nach dem Anlegen der Gurte stapfen wir los zum Einstieg in den Gletscher. Es pfeift ein kräftiger Wind, aber ansonsten ist das Wetter traumhaft. Um 7:00 betreten wir angeseilt das Eis und stiefeln los in die Weite des Eises. Es ist immer wieder erstaunlich zu sehen, wie sich ein Gletscher in wenigen Stunden ändern kann. Was gestern Nachmittag noch weich und sulzig war, knuspert nun hart und frisch unter unseren Sohlen. → Bild in der Galerie Nach einem flachen Einstieg steilt das Gelände auf und wir steigen in das Rainertörl auf, das sich zwischen Rainerhorn und Hohem Aderl erstreckt. Die Gletscherspalten, die am Wegesrand gähnen, machen deutlich, wovor die Warnschilder am Defeggerhaus den leichtsinnigen Bergwanderer warnen: das ist kein ungefährliches Gelände und ohne Führer würde ich mich hier nicht tummeln. → Bild in der Galerie Über dem Eis rückt das Hohe Aderl, unser erster Gipfel, in Sicht. Ein Blick zurück ins Tal zeigt nicht nur die bereits zurückgelegte Strecke - man sieht auch deutlich die Ameisenspur an Bergsteigern, die auf dem Gletscher unterwegs sind. Und am Horizont weitet sich das Panorama mit jedem Schritt: die Dolomiten sind in der klaren Morgenluft zum Greifen nah und wir sehen u.a. die Drei Zinnen und den Zwölferkogel. Es ist herrlich! → Bild in der Galerie Gegen 8 Uhr erreichen wir nach etwas Kletterei über den Blockgrat den 3509 m hohen Gipfel des Hohen Aderl. Nur ein improvisiertes, kniehohes Lattenkreuz schmückt den Gipfel, auf dem wir zu fünft schon recht eng stehen. Der Sonnenstand, der ungemütliche Wind, die beengten Verhältnisse auf dem Gipfel und die Tatsache, dass wir uns als Seilschaft nicht ganz frei bewegen können, schränken die Fotomöglichkeiten leider etwas ein. Aber die besten Bilder macht man ja mit dem Auge. Der Blick ist gewaltig: nach Süden liegt uns das Rainerkees mit dem Rainerhorn zu Füßen und am Horizont öffnet sich ein Panorama, das vom Watzmann über Triglav, Dolomiten, Adamello und Wildspitze reicht, um nur ein paar Namen zu nennen. Der Großglockner wird vom Rainerhorn verdeckt, dafür sehen wir rechts neben dem Rainerhorn den vierten Gipfel, der heute auf dem Programm steht, die Schwarze Wand (3511 m). → Bild in der Galerie Freihandpanorama aus drei Bildern Und der Blick nach Norden - ja, was soll ich sagen? In seiner ganzen weiten Sahnigkeit zieht sich der Großvenediger von Südosten gleißend weiß ansteigend in die Höhe, um dann nach Nordwesten jäh in einer Felswand abzubrechen. Wir stehen direkt auf dieser Kante und sehen einen fantastischen Anblick. Und da gehen wir jetzt rauf... → Bild in der Galerie Freihandpanorama aus drei Bildern, wie alle Bilder in dem Beitrag mit A850 und 2,8/24-70 Zeiss (ohne Polfilter - den habe ich im Rucksack gelassen, denn mit Handschuhen und Stöcken ist die Filterschrauberei einfach unpraktisch).
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Meine Homepage: http://www.klassischeyachten.de Geändert von Sir Donnerbold Duck (11.09.2016 um 18:53 Uhr) |
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