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Startseite » Forenübersicht » Kreativbereich » Vor der Aufnahme » Wildlife: Anfüttern, ja oder nein?! Wie haltet ihr das?
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Alt 06.11.2010, 17:11   #1
boo70200
 
 
Registriert seit: 25.11.2009
Beiträge: 678
Wildlife: Anfüttern, ja oder nein?! Wie haltet ihr das?

Vor einiger Zeit gabs doch eine Diskussion über das Wildlifefoto des Jahres wo ein angeblich "wilder" Wolf über einen Zaun springt. Dieser sollte ja auch Menschenfreundlich gewesen sein, bzw. vorher über mehere Tage angefüttert worden sein.

Für mich ist das ein K.O. Kriterium für ein Wildlifefoto, aber je mehr ich mich mit diesem Thema beschäftige, desto mehr höre/lese ich, das viele Bilder einfach so nicht möglich wären, wenn man nicht anfüttern würde. Sogar einige große bezahlte Fototouren würden sich ganz aufs Anfüttern spezialisiern.

Daher würde mich mal interressieren, wie haltet Ihr das für euch und könnt Ihr begründen warum ihr anfüttert oder auch nicht?
boo70200 ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 06.11.2010, 17:33   #2
wwjdo?
 
 
Registriert seit: 25.01.2006
Ort: Friedberg/By.
Beiträge: 11.539
Bis jetzt fehlt mir die Zeit, um mich mit Singvögeln intensiver zu beschäftigen - obwohl das Tarnzelt schon gekauft wurde!

Greifvögel und Singvögel werden in der Regel angefüttert, wenn dabei tolle Bilder herauskommen sollen. Auch Bären werden beispielsweise an bestimmten Locations mit "Ludern" angefüttert.

Natürlich ist es auch möglich, Tiere ohne solche Methoden zu fotografieren. Meine Robben- und Murmeltierbilder sind z.B. einfach durch zum Teil stundenlanges Warten und Ausharren entstanden. An manchen Stellen kommt man auch ohne Tarnung sehr gut an Tiere heran.

Am Neusiedler See ist es z.B. auch möglich, aus dem Auto heraus mit 400mm aufwärts zu fotografieren. Auch meine diesjährigen Zieselbilder sind ohne Anfüttern entstanden.

Im Grunde genommen geht es aber nicht ohne Kenntnisse der Verhaltensweisen der Tiere und eine Portion Leidensfähigkeit sollte man auch mitbringen...
__________________
LG
Matthias
wwjdo? ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.11.2010, 18:09   #3
Dana
 
 
Registriert seit: 21.08.2008
Ort: Hessen
Beiträge: 34.953
Zitat:
Zitat von wwjdo? Beitrag anzeigen

Im Grunde genommen geht es aber nicht ohne Kenntnisse der Verhaltensweisen der Tiere und eine Portion Leidensfähigkeit sollte man auch mitbringen...
Und genau diese Fotos sind für mich dann gute Wildlife-Fotos.

Wilde Tiere anzufüttern, halte ich nicht für gut. Es gibt ja auch immer Diskussionen, inwiefern man heimischen Singvögeln im Winter und danach Futterstationen hinstellen sollte...einfach, weil sie sich doch schnell umgewöhnen bzw man in die Natur eingreift.

Ich bin zwar die Allerletzte, die sich in ein Tarnzelt setzt oder monatelang das Verhalten von Tieren studiert...aber genau deshalb habe ich auch keine Wildlifefotos - auf die muss ich dann halt verzichten. WENN ich welche haben wollen würde, würde ich halt doch mal mit Shooty unters Zelt kriechen.
__________________
Liebe Grüße!
Blowing out someone else's candle doesn't make yours shine any brighter.
Dana ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.11.2010, 18:20   #4
Shooty
 
 
Registriert seit: 11.12.2006
Ort: nähe FFM
Beiträge: 11.249
In anbetracht der Wälder die wir abholzen um dort Siedlungen zu bauen, der Fabriken die wir errichten, der abwässer die in Flüsse geleitet werden .... sei es auch nur !wärmeres Kühlwasser! denke ich das das anfüttern von Tieren wohl der freundlichste eingriff in die Natur ist, die der Mensch je gemacht hat ^^

Wir geben den Tieren Nahrung dafür das wie sie aus unserem versteck heraus fotografieren können. OH MAN ... wenn die das wüssten würden die uns niemals die Bildrechte übertragen *höhö* ^^

Ne aber mal im ernst. Ich bin kein Biologe und kann nicht beurteilen wie sehr sich Tiere darauf um oder einstellen können. Diese Diskussion überlasse ich schön mal den Profies!

Generell würde ICH aber sagen das man Vögel usw ruhig anfüttern kann. es wird schon so lange praktiziert und von vorallem so vielem Menschen, da haben die Tiere sowiso genug vorräte um mit kompletter Menschenfutterumstellung klar zu kommen ^^

Und solche Aussagen wie "Das Bild zeigt ein angefüttertes Tier, das ist kein Wildlife Bild" oh man ....!
Wenn der Waschbär noch nen Burger in der Hand hat, okay! aber sieht man das anfüttern auf den Bildern? ich denke doch nicht. Und was für mich zählt ist doch letztendlich das Bild! (nein, nicht Bild unter allen Umständen! aber angefüttert oder nicht is mir doch egal)

@Dana: du darfst auch gerne INS Zelt und musst nicht darunter das hat nemlich garkeinen Zeltboden *fg*
Shooty ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.11.2010, 18:43   #5
looser
 
 
Registriert seit: 27.10.2003
Ort: D-Hildesheim
Beiträge: 2.681
Nabend,

an füttern ist doch gängige Praxis. Auch bei nicht Fotographen( Vogelhäuschen).

Ich denke, solange keine gefährlichen Tiere so an den Menschen gewöhnt werden( z.B. Wildschweine in Wohnsiedlungen) ist das ganze absolut problemlos.

Ein Adler, der immer wieder mal was an ein und der selben Stelle findet, wird das sicher nicht schlecht finden. Solange das Futter der Ernährung der Tiere entspricht und die Fütterung nicht über längere Zeiträume durchführt wird, sollte der Schaden für die Tiere gleich 0 sein.

Da sind aufgestellte Vogelhäußchen, in denen immer Futter vorhanden ist, eher schädlich

MFG Michael
looser ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 06.11.2010, 18:48   #6
hpike
 
 
Registriert seit: 12.07.2005
Beiträge: 16.214
Auch so mancher Greifvogel freut sich über Winterfütterungen in Gärten . Grad der Sperber nutzt des öfteren die Möglichkeiten die sich ihm da bieten und bedient sich an dem dort vorhandenen " Futter" Hab das schon einige Male beobachten dürfen/müssen .
__________________
Gruß Guido
A-Mount lebt!
Es kommt anders wenn man denkt.
hpike ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.11.2010, 21:09   #7
Nasenbaer
 
 
Registriert seit: 13.02.2006
Ort: Mittelhessen/Raum Limburg
Beiträge: 35
Zitat:
Zitat von looser Beitrag anzeigen
Nabend,

Ich denke, solange keine gefährlichen Tiere so an den Menschen gewöhnt werden( z.B. Wildschweine in Wohnsiedlungen) ist das ganze absolut problemlos.
Was ist an Wildschweinen gefährlich ? Die sind halt lästig wenn sie den Friedhof oder den Garten umgraben. Richtig gefährliche Tiere gibt es in D schon lange nicht mehr. Ne Gefahr in Wohngebieten sind nur die Autos inkl. Fahrer

Das Füttern der Vögel kann auch den Tieren nutzen. Durch den Rückgang der naturbelassenen Wiesen (Autos, Landwirtschaft, Golfplätze, Bilderbuch-Garten wie im Prospekt) gibt es teils auch Futtermangel.

Grüße

Francois
Nasenbaer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.11.2010, 14:27   #8
André 69
 
 
Registriert seit: 15.01.2008
Ort: Freistaat Sachsen
Beiträge: 5.052
Zitat:
Zitat von Shooty Beitrag anzeigen
In anbetracht der Wälder die wir abholzen um dort Siedlungen zu bauen, der Fabriken die wir errichten, der abwässer die in Flüsse geleitet werden .... sei es auch nur !wärmeres Kühlwasser! denke ich das das anfüttern von Tieren wohl der freundlichste eingriff in die Natur ist, die der Mensch je gemacht hat ^^
[PUNKT!]

(Ironie/Sarkasmus -->)
Ich bin mir nicht ganz sicher, ob es hier noch um Fotos geht, oder doch um höhere Dinge!
Wenn es um Wildlifefotos in Deutschland geht, müsste ich schon sehr lange überlegen, wo überhaupt diese entstehen sollen! Wir leben in einer Kulturlandschaft, das allerwenigste ist streng genommen Wildlife.
Welcher Wald ist nicht von Menschenhand angelegt und gepflegt, welcher See wird nicht bewirtschaftet, Fische eingesetzt, entnommen, verunreinigt, etc. Welche Wiese, geschweige denn Feld ist nicht genutzt. Das sind alles Biotope, die der Mensch angelegt hat, beeinflusst, nicht mehr Wildlife ist. Oder sehe ich das zu eng?
Also wenn der nächste Fotograf (z.Bsp. ICH) meint, er habe ein Wildlifefoto gemacht, so könnte man fragen wo, und dann zum Beispiel sagen : Der Wald, der Park, die Wiese, der See ist doch ein von Menschenhand angelegter und genutzter Biotop, wie kannst Du sagen das sei Wildlife
(<-- Ironie/Sarkasmus)

Schönen Sonntag noch allen.
Gruß André
__________________
Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren (Benjamin Franklin)
André 69 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.11.2010, 18:32   #9
hpike
 
 
Registriert seit: 12.07.2005
Beiträge: 16.214
Viele Waldvögel , wie z.B. Kreuzschnäbel , Haubenmeisen , Dompfaffen und andere sind den Sommer über wirklich fast nur im Wald zu finden . Sie dort zu fotografieren ist so gut wie unmöglich , das sie sich nur in den Wipfeln der Bäume in teils beträchtlicher Höhe aufhalten . Da geht in der Regel gar nichts .

Erst im Winter , wenn es wenig Futter gibt , kommen sie auch zu uns in die Gärten um sich des dort ausgestreuten Futters zu bedienen . Nur dann hat man als Fotograf die Möglichkeit solche Vögel vor die Linse zu bekommen . Insofern hat das schon seine Berechtigung will man überhaupt mal solche Vögel erwischen .

Ob das Füttern von Vögeln im Winter nun sinnvoll ist oder nicht vermag ich nicht zu beurteilen . Es darüber soviele unterschiedliche Meinungen das ich mich schwer tue da zu entscheiden .

Ich halte das so . Nur wenn es sonst nicht anders möglich ist , würde ich so etwas nützen . Ansonsten vertraue ich da einfach auf mein gutes Sitzfleisch und die Geduld die ich mir in 47 Jahren Angeln angeeignet habe
__________________
Gruß Guido
A-Mount lebt!
Es kommt anders wenn man denkt.

Geändert von hpike (06.11.2010 um 18:34 Uhr)
hpike ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.11.2010, 18:42   #10
André 69
 
 
Registriert seit: 15.01.2008
Ort: Freistaat Sachsen
Beiträge: 5.052
Hallo,

... man schützt nur was man kennt, also Bild / Video / Ton Material gibt.
(Zugegeben nicht um jeden Preis)

Füttern von Vögeln im Winter: http://www.nabu.de/tiereundpflanzen/...ung/index.html

Gruß André
__________________
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André 69 ist offline   Mit Zitat antworten
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