SonyUserforum
Amazon
Forum für die Fotosysteme von Sony und KonicaMinolta
  SonyUserforum - Forum für die Fotosysteme
von Sony und KonicaMinolta
 
Registrieren Rund ums Bild Galerie Objektiv-Datenbank Kalender Forenregeln Nützliches

Startseite » Forenübersicht » Kreativbereich » Nach der Aufnahme » RAW für was?
Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
Alt 13.05.2011, 09:13   #1
o.teske
 
 
Registriert seit: 19.03.2011
Ort: 61440 Oberursel
Beiträge: 698
Alpha 580 RAW für was?

Ich hätte da mal wieder so eine Frage ;-))

Ich habe bei mir auf dem Rechner UFRaw installiert. Kommt jetzt bitte nicht mit PS o.ä. ich habe einen LINUX Rechner, Windows kommt mir nicht auf die Platte. Kann und will ich mir nicht leisten und ist auch überhaupt nicht mein Ding als frei denkender Mensch. Aber das ein anderes mal.

Meine farge ist jetzt nur für was brauche ich eigentlich RAW?
OK, Jpg hat Verluste, auch bei 100%, OK ist klar macht Sinn. Für was setzt man denn jetzt eigentlich RAW ein? Nur für den Weißabgleich? Ist ein Weißabgleich mit der Kamera und einer Graukarte bei RAW überhaupt wirksam? Belichtungskorrektur, OK, macht auch Sinn. Und dann? Kann man damit noch irgend etwas machen was man mit einem Jpg nicht kann und es den Aufwand (Speicherplatz) rechtfertigt?

Bitte nicht falsch verstehen, aber irgend wie ist da bei mir der Groschen noch nicht gefallen. Hintergrund meiner Frage ist, dass ich am Wochenende mich mal wieder in Tabletop versuchen will, will endlich mal schöne Bilder machen ;-)) Jetzt farge ich mich halt ob es mir etwas bringt diese in RAW anstelle als Jpg zu machen oder schießt das am Ziel vorbei.

Schon mal weil Danke für die Antworten!

Gruß
Oli
o.teske ist offline   Mit Zitat antworten
Sponsored Links
Alt 13.05.2011, 09:32   #2
lüni
 
 
Registriert seit: 13.10.2007
Ort: 64***
Beiträge: 1.689
Für alles!

wenn man Zeit hat. man muss es nur mal ordentlich ausprobieren, dann sieht man die Voreile. z.b schärfen, entrauschen, aufhellen WB, alles diese Regler gibts auch für jpg, blos bei RAW sind mehr Informationen zum verrechnen da.

Ich würde es mal mit rawtherapee oder Photivo probieren.

Viel Spaß
Steffen
__________________
"Unwissenheit ist die Mutter aller Abenteuer"
Hägar der Schreckliche
lüni ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.05.2011, 09:39   #3
Anaxaboras
Chefkoch, verstorben
 
 
Registriert seit: 11.02.2005
Ort: Starnberg
Beiträge: 13.622
In der Kamera findet die A/D-Wandlung mit 12 bis 14 Bit Farbtiefe statt. JPEGs weisen aber nur eine Farbtiefe von 8 Bit auf.
Da RAWs mit 16-Bit Farbtiefe gespeichert werden, enthalten sie also wesentlich mehr Farb- und Helligkeitsinformationen. Deshalb lassen sich RAW-Dateien wesentlich stärker verändern (optimieren) als JPEGs, ohne dass es zu Problemen (z. B. Tonwertabrissen) kommt.

Hinzu kommt: JPEGs sind immer in der Kamera nachbearbeitet, z. B. Schärfe, Sättigung, Kontrast etc. Ein "Zuviel" lässt sich nachträglich nicht mehr zurücknehmen, ein "Zuwenig" aber problemlos erhöhen.

Das mal so ganz knapp meine Hauptargumente für RAW.

Martin
Anaxaboras ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.05.2011, 09:55   #4
o.teske

Themenersteller
 
 
Registriert seit: 19.03.2011
Ort: 61440 Oberursel
Beiträge: 698
Ich danke Euch für die Antworten. Ich habe ja nichts zu verlieren und werde es mal mit RAW+JPG versuchen und vergleichen. Das mehr Daten zum Verarbeiten da sind ist ein Argument das mit dem "Zu viel korrigiert" auch. Wie gesagt ich werde es mal versuchen und mal schauen ob ich überhaupt Unterschiede sehen kann.

Gruß
Oli
o.teske ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.05.2011, 10:05   #5
weselit
 
 
Registriert seit: 08.09.2010
Ort: Dinslaken
Beiträge: 139
Alpha 900 RAW, wofür......?

Ich habe RAW nie wirklich genutzt, aber nach der Anschaffung des hervorragenden Buches "Das Sony Vollformatsystem" von Stephan Kölliker weiß ich: Wenn ich alle Möglichkeiten meiner Alpha 900 ausreize, brauche ich kein "RAW".
weselit ist offline   Mit Zitat antworten
Sponsored Links
Alt 13.05.2011, 10:14   #6
unWesen
 
 
Registriert seit: 21.09.2010
Ort: Schweiz, Büsserach SO
Beiträge: 212
Yep. Ich meine, wozu das Negativ behalten, wenn man die Abzüge hat?

__________________
-----
Meine unWesentlichen 10 Cent dazu...
unWesen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.05.2011, 10:12   #7
Elric
 
 
Registriert seit: 21.09.2005
Beiträge: 3.276
Martin hat es im Prinzip schon gut zusammen gefasst.

Ich bringe noch mal einen Verfahrenstechnischen Aspekt hinein:
Die Kamera reduziert beim Umwandeln des 16-Bit RAWs die Farbinformationen auf 8-Bit im JPG.
Wenn man es ganz genau nimmt hat man hier ein Verfahren, was man aus dem HDR-Bereich kennt: Tonemapping.
D.h. in der Kamera ist ein Algorithmus hinterlegt wie die Abbildung (=Mapping) von 16-Bit auf 8-Bit erfolgen soll.
Auf den Algorithmus in der Kamera hat man vereinfacht gesagt keinen Einfluß. Natürlich hat man die verschiedenen Kreativmodi zur Verfügung und Kontrast, usw. kann man auch beeinflußen.

Bei RAW und der Verwendung entsprechender Converter in Software sieht es differenzierter aus. Man muß festhalten, dass jeder RAW-Converter (Software) andere Ergebnisse produziert, dennoch kann man recht fein das Ergebnis beeinflußen.
So ist es bei RAW beispielsweise häufig noch möglich aus überbelichteten Bereichen (in JPG schon weis) noch details herauszuarbeiten.
Die Bearbeitung von RAW ist erst einmal nicht Verlustbehaftet, da erst am Ende des Prozesses das JPG erzeugt werden kann.

So long

Eric
__________________
"Eh ich mich uffresch - is mers lieber egal"
Elric ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.05.2011, 12:06   #8
BodenseeTroll
 
 
Registriert seit: 24.02.2007
Ort: Konstanz
Beiträge: 1.095
Zitat:
Zitat von o.teske Beitrag anzeigen
werde es mal mit RAW+JPG versuchen und vergleichen
Und genau DAS funktioniert meiner Erfahrung nach nicht. Man lernt nicht von heute auf morgen, was man mit einem RAW alles machen kann, das dauert. Realistischer ist: Entweder fängt man aus Einsicht in die zunächst theoretischen Vorteile von RAW, die Martin ja dargestellt hat, damit an. Und wenn man dann nach einem halben Jahr mal wieder ein JPG anguckt, sieht man den Unterschied. Oder man lässt es gleich ganz und freut sich an den schönen JPGs out of cam.

Viele Grüsse,

Michael
__________________
Fotos: seetroll.ipernity.com
BodenseeTroll ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.05.2011, 12:44   #9
o.teske

Themenersteller
 
 
Registriert seit: 19.03.2011
Ort: 61440 Oberursel
Beiträge: 698
Zitat:
Zitat von BodenseeTroll Beitrag anzeigen
Und genau DAS funktioniert meiner Erfahrung nach nicht. Man lernt nicht von heute auf morgen, was man mit einem RAW alles machen kann, das dauert. Realistischer ist: Entweder fängt man aus Einsicht in die zunächst theoretischen Vorteile von RAW, die Martin ja dargestellt hat, damit an. Und wenn man dann nach einem halben Jahr mal wieder ein JPG anguckt, sieht man den Unterschied. Oder man lässt es gleich ganz und freut sich an den schönen JPGs out of cam.

Viele Grüsse,

Michael

Das verstehe ich halt nicht. Das klingt als ob RAW nur eine akademische Frage sei. Wenn ich keinen Unterschied sehe zwischen einem nachbearbeitetem JPG und einen JPG aus einer nachbearbeiteten RAW-Datei dann verstehe ich es nicht. Ich werde es trotzdem mal versuchen zu vergleichen. ALso siehe das Beispiel von "Karsten in Altona" hätte er jetzt aus nur einem JPG genauso ein Bild machen können?

Wie gesagt abgesehen von Schnappschüsse versuche ich fast immer über die Tonwertkorrektur meine Bilder zu verbessern und wenn mir da das RAW einen Vorteil bringt der auch zu sehen ist macht es Sinn. Also werde ich es doch ausprobieren auch wenn Michael meint es funktioniert so nicht.

Gruß
Oli
o.teske ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.05.2011, 22:34   #10
Giovanni
 
 
Registriert seit: 20.10.2006
Ort: Nordwürttemberg
Beiträge: 4.508
Private (Erinnerungs-)fotos fotografiere ich in JPEG. Alles, was in irgendeiner Form kommerziellen oder künstlerischen Wert außerhalb des Familienalbums hat oder bekommen könnte, in RAW oder RAW+JPEG. So werden auch die Speicherkarten bei mir leergeräumt: Alle reinen JPEG-Fotos und ein paar thematisch passende JPEGs aus den RAW+JPEGs wandern in iPhoto (private Alben), alle RAWs in Aperture.

Bei der Aufnahme schalte ich die Canons für private Schnappschüsse meist in den grünen Automatikmodus oder ein Szenenprogramm, weil damit zugleich auf JPEG umgeschaltet wird; bei der Sony A100 habe ich manuell gewechselt (manchmal auch nicht, dann wurden eben nachher die RAWs aus den privaten Erinnerungsfotos gelöscht).

Geändert von Giovanni (13.05.2011 um 22:41 Uhr)
Giovanni ist offline   Mit Zitat antworten
Sponsored Links
Antwort
Startseite » Forenübersicht » Kreativbereich » Nach der Aufnahme » RAW für was?


Forenregeln
Es ist dir nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist dir nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist dir nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist dir nicht erlaubt, deine Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.

Gehe zu


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 08:28 Uhr.