Jetzt möchte ich doch mal wissen. Wenn ihr in A oder gar M fotografiert, wählt ihr wirklich eine Blende aus "echt" gestalterischen Gründen? Ich Fotografiere in 80% der Fälle mit der Kleinsten Blende, die das Licht zulässt (bis etwa f/4 - f/8 danach bleibe ich meist einfach dort "hängen"). Ich habe etwas Abstand von den extrem grossen Blenden genommen, da sich die f/1.4 Fotos dann doch recht schnell abnutzen. d.h. ich mache im A-Modus meistens ziemlich genau das was die Kamera in P von selbst machen würde bis auf etwa eine halbe Blende.
Ausserdem finde ich, dass die Benutzung des M Modus an modernen SLRs eigentlich mehr ein Zeugniss davon ist, dass jemand nicht so recht mit dem Gerät umzugehen weiss als umgekehrt. Das sage ich deshalb, weil man normalerweise im A oder S Modus sowieso die Belichtungskorrektur auf dem anderen Drehrad hat was dazu führt, dass A/S- und M-Modus faktisch äquivalent sind, nur dass die Kamera im A Modus automatisch die wahrscheinlichste Zeit vorschlägt. Eigentlich funktioniert sogar das P auf den Kameras die ich kenne so. Wenn ich an der D9 auf P stelle macht die Kamera erstmal einen im Normalfall sehr sinnvollen Vorschlag, wenn ich nicht damit einverstanden bin muss ich nur am hinteren Rad drehen um sofort im "Pa-Modus" zu landen, der im wesentlichen A entspricht und wenn ich vorn drehe bin ich automatisch im "Ps-Modus". Konkret P zu benutzen kostet mich kein bisschen Kontrolle mit dem unterschied, dass ich unter Zeitdruck einfach den Auslöser durchdrücken kann...
Wo wir schon bein Autovergleichen sind. Prinzipiell in M zu fotografieren, bzw. immer alles selbst von Hand eingestellt haben zu wollen, hat ein kleinwenig etwas davon am Auto die Traktionskontrolle abschalten zu wollen weil man das Gefühlt hat das selbst besser zu können (was für den grossteil der Fahrer wohl nicht gilt).
SLRs Amateurer haben glaube ich manchmal das gefühl zu viel ahnung zu haben, nur weil sie gelernt haben, dass man schärfentiefe als "Stilmittel" verwenden kann und blicken deshalb auf jeden der eine SLR in "auto" herab. Etwa so wie sich in Umfragen 80-90% der Autofahrer für überdurchschnittlich sichere Fahrer halten

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