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@Camobs:
Erst verstehen, dann blöd kommen!
Eine Graukarte ist eine Karte, die einen genormten Farbton aufweist. Mit einer Aufnahme diese Farbtones kann man in der Nachbearbeitung die originale Lichtfarbe wieder entstehen lassen und Farbstiche vermeiden. Die Betonung liegt hier auf "Nachbearbeitung".
Meine Graukarte ist über 25 jahre alt. Früher hab ich mein Densitometer über die Negative laufen lasssen (bei S/W-Filmen) bzw. meinen Wallner Farbcomputer mittels der obligatorischen Graukartenaufnahme die Farbmaske der Negativfilme herausrechnen lassen und die Lichtfarbe korrekt am Vergrößerer eingestellt, heute in PS nutze ich die Pipette.
Schreibe mir nach deiner Fragestellung bitte nie wieder so einen Schwachsinn in einen Thread, auch wenn du ihn aufgemacht hast. Wenn man die Problematik des Weißabgleiches verstanden hat, wird man so fotografieren (!), dass selbst eine A700 in Mischlichtsituationen noch vernünftig mit automatischem Weißabgleich arbeitet. In meinem ersten Beitrag über meine damals neue A700 habe ich auch den Weißabgleich moniert. Meine alte A100 konnte das nach dem ersten Eindruck mit der A700 besser. Mittlerweile weis ich, das die A700 einen wesentlich besseren Weißabgleich hat, man muss ihr nur die Chance geben, vernünftig zu arbeiten. Die A700 ist und bleibt keine Knipserkamera. Sie ist zickig, aber darum auch sehr leistungsfähig, wenn man sie halbwegs verstanden hat.
Kein, aber wirklich gar kein automatischer Weißabgleich arbeitet von vorneherein optimal. Geht auch gar nicht. Die Automatik ist ein Rechenmodell, in dem die Kamera versucht, das aufgenommene Motiv zu verstehen und zwischen Lichtquellen und Reflektionsflächen zu unterscheiden. Das kann kein Computer in Kameragröße letztendlich immer sicher. Ich fotografiere grundsätzlich immer mit der Automatik und korrigiere den Weißabgleich anhand grauer Motivflächen (grau reicht, egal welches) oder (wenn ich bei der Aufnahme schon weis, dass da nichts graues im Motiv ist) mit einer Graukartenaufnahme nach. Ganz ehrlich, ich nutze meine Graukarte nur sehr selten. Aber ich hab sie immer dabei. Und wenn du dich mal durch meine Bilder klickst, wirst du feststellen, dass ich mit dem Weisabgleich auch in schwierigsten Situationen keinerlei Probleme habe.
Das war auch zu analogen Zeiten immer so.
Fotografie hat sich noch nie auf das Betätigen des Auslösers beschränkt. Wer das glaubt, hat die ganze Geschichte nicht richtig verstanden. Das Werkzeug Kamera ist, wie jedes andere Werkzeug auch, eines, welches verstanden sein will.
Auch den optimalen Dynamikumfang erhalte ich nie aus einer Kamera, mit der ich nur in der Automatikfunktion JPG's fotografiere. Wenn man nur automatisch arbeitet, dann muss man mit gewissen Einschränkungen eben leben.
Liebe Grüße
Roland
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