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Alt 13.12.2009, 11:38   #9
T-Rex
 
 
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Unabhängig davon ob in diesem Fall ein Irrtum des Kamerabesitzers vorliegt oder nicht, hat es ein Service Partner durch die Qualität seine Kundenkommunikation immer ein Stück weit selbst in der Hand, wie er und letztlich der Hersteller vom Kunden wahrgenommen wird.
Einsilbige handschriftliche Reparaturberichte oder Standardformulierungen, die zur Zurückweisungen des Anliegens verwendet werden ('liegt innerhalb der Spezifikation'), Nichteinhalten von Zusagen gegenüber dem Kunden, Nichtberücksichtigung von Kundeninformationen fallen letztenendes immer auf den Service Partner zurück, da er ggf. dem Kunden nicht dabei hilft zu verstehen, warum sein Problem vielleicht gar keines ist. Der Kunde denkt natürlich, man wolle ihn nicht zu seinem Recht kommen lassen.
Ich hatte auch schon was bei einem Service Partner. Was nutzten mir auf ein Papier gekritzelte zwei Worte als Rückmeldung zu einem im gleichen Zustand zurückgeschicktes Produkt?
Was nutzt eine solche 'Fehlerdokumentation' dem Hersteller für die Statistik? Erhält der Hersteller eine Kopie dieser Zettel (Ironie)? Wie ist so ein Lernen des Herstellers für weitere Produkte möglich?
Was nutzt es dem Hersteller, wenn Kunden unzufrieden werden?
Was nutzt es dem Service Partner, wenn dadurch der Hersteller unzufrieden wird?

Eine sorgsame datenbankgestützte Dokumentation von Service Fällen (Fehlerbeschreibung des Kunden, Reparaturergebnis) und computergestützt erstellte Serviceberichte für den Kunden sind doch eine Mindestanforderung an ein professionelles handling von Kundenreklamationen.

Um von der allgemeinen Betrachtung auf Sony und seine Service Partner im Fotobereich zurückzukommen. Letzteres war bei meiner Erfahrung leider nicht der Fall. Ich hoffe natürlich, dass ich eine einmalige Ausnahme erlebt habe und ich nicht nochmals gezwungen bin festzustellen, ob sich daran etwas geändert hat.

Konkret zur back-focus Feststellung habe ich eine technische Verständnisfrage.
Gesetzt den Fall, wir hätten eine Kamera (-> vielleicht kann die A550 das folgende schon?) zur Verfügung, die Kontrast-AF verwendet, dann würde ja exakt der Bildbereich beschreibbar sein, auf den die Entfernung eingestellt wird. Könnte die Sony EBV-Software diesen Punkt am Computer exakt im Bild markieren, dann hätte der Kamerabesitzer die Möglichkeit zu identifizieren, ob das Objektiv inkl. AF-Antrieb einen Ungenauigkeitsfehler hinzufügt oder nicht.
Die Frage lautet nun: wenn ein Objektiv bei diesem Test korrekt arbeitet und beim Phasen-AF back-/front-Fokus 'korrekt' ermittelte Fehler (auf Testbank des Service Partners) auftreten, handelt es sich dann
a) um eine Fehlfunktion des Phasen AF in der Kamera ausserhalb der Spezifikationen
b) um die Tatsache, dass das Phasendetektionsverfahren nur mit einer Zuverlässigkeit von beispielsweise 90% arbeiten kann (Fehler innerhalb der Spezifikationen)
c) um die Tatsache, dass man Phasen-AF back-/front-Fokus Probleme auch auf der Testbank gar nicht genau zuverlässig messen kann, da die exakte Grösse der AF-Sensoren nicht im Kamerasucher angezeigt wird (logisches)oder weil die AF-Sensoren eine Ausdehnung haben (Linienlänge), die mehrere Motivbereiche überstreichen und man nicht nachvollziehen kann, bei welchem Motivbereich er anschlägt?

Geändert von T-Rex (13.12.2009 um 11:40 Uhr)
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