moin,
Danke
oduis für das Raussuchen

Sorry, ich habe mich an der vollkommen statischen Größe der Dateien orientiert (die geringen Differenzen liegen ausschließlich an den eingebetteten jpeg-Thumnail- und Vorschaubildern) und den Angaben im EXIF-Header im Vergleich RAW/cRAW (a900). Ich habe gerade nochmal nachgesehen: selbst ein (fast) vollkommen schwarzer Frame (Boden-Feuerwerk) ist RAW 38MByte groß.
Mit 7z lässt sich diese RAW-Datei auf knapp 9MByte
verlustlos eindampfen, es dauert aber einige 10 s (dualcore 2,4GHz, genug RAM, ohne Last). Ein "normales" Bild lässt sich mit 7z deutlich schneller komprimieren, allerdings nur auf ca. 24MByte. 7z ist für sowas suboptimal, aber liefert schon mal einen Anhaltspunkt (7z ist effektiver als zip und schneller als bz2).
Am meisten störte mich am Anfang an cRAW, dass der IDC (und andere Programme) deutlich länger brauchten, die kleineren Dateien aufzumachen. In der Kamera bringt es gar nix, die Pufferkapazität bei Serienaufnahmen usw. wird nicht größer.
Dank oduis' Hinweis ist mir auch klar warum: das Verfahren erinnert entfernt an den HAM-Modus der seligen Amiga, geschickt eingesetzt kann man damit mit minimalen Resourcen sehr viel erreichen, aber es ist aufwändig und gelingt im generischen Fall eigentlich fast sicher nicht.
Mein Fazit: für die Tonne

Besser wäre ein echter verlustloser Komprimierer auf Ebene der Pixeldaten, der könnte sogar Speed bringen (die Schreib-/Lesegeschwindigkeit ist geringer als die Verarbeitungsgeschwindigkeit eines gut angepassten Algorithmus, speziell wenn dieser hartverdrahtet in der Kamera on-the-fly von einem DSP ausgeführt wird) statt wie dieser Pseudo-Komprimierer effektiv Speed und teilweise Qualität zu kosten und nur eine geringe und statische Speicherplatzersparnis zu bringen.
Allerdings ist damit immer noch unklar, wie die kleinen Modelle die offenbar schwankende Größe der RAWs erzeugen.
Wie ist das bei der a100?
Es kann ja sein, dass ab der a200 ein Komprimierer wie oben vorgeschlagen implementiert ist, was auch cRAW seines Sinnes berauben würde und damit das Weglassen dieses "Schrott"modus erklären würde. Allerdings stellt sich dann die Frage, warum bei der nach der a200 erschienenen a900 noch der cRAW-Modus der a700 implementiert ist. Naheliegende Vermutung: die a900 ist viel "älter", als es den Anschein hat (es sprechen noch mehr Hinweise dafür).
Zitat:
Zitat von danichtfuer
Zum Thema kleinere Daten bei den a200 RAWs:
die RAW-Daten der CCD-Sensoren haben generell kleinere Dateigrößen, weil diese sich gegenüber CMOS-Sensoren besser verlustlos (LZW) komprimieren lassen. Das hat was mit der Art und Weise zu tun wie die Daten von dem Chip ausgelesen werden. Bei CCD geschieht das in Reihe, bei CMOS für jedes Pixel individuell. Durch das Auslesen "in Reihe" erreicht man bei der (höchstwahrscheinlich) angewendeten LZW-Komprimierung bessere Ergebnisse – RAW-Daten sind kleiner, enthalten aber genauso viel Bildinformation.
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sorry, aber das ist leider so nicht richtig. Erstens sind die RAW/cRAW-Daten der a700/850/900 gar nicht komprimiert (cRAW kann man im engeren Sinne nicht als Kompression bezeichnen), zweitens ist LZW zwar bei TIFF optional (die meisten RAW-Formate nutzen intern TIFF), aber hier eher nicht für Bilder sondern für grafische Strukturen geeignet (Druckvorlagendateien z.B.), es ist ein recht altes Verfahren, heute gibt es (etwas) effektivere Algorithmen. Das Ausleseverfahren hat nix mit der Komprimierbarkeit zu tun. Klassische Kompressionsverfahren entfernen Redundanz aus den Daten, daher lassen sich Texte oder geometrische Grafiken so schön komprimieren. Bilder, speziell von grundsätzlich rauschenden Sensoren aufgenommene, enthalten aber eher wenig Redundanz. Selbst einfarbig erscheinende Flächen sind eben nicht einfarbig. Hier hängt es von der Korrelation der Daten ab, ob überhaupt ein endlicher Kompressionsfaktor herauskommt. Im Extremfall (weißes Rauschen) gibt es gar keine Korrelation, damit keinerlei Redundanz und folglich keine (verlustlose) Komprimierbarkeit. Die einfachste Methode zum Nachweis, dass ein Signal ein weißes Rauschen ist, ist übrigens die Nicht-Komprimierbarkeit zu zeigen...
Ob die RAWs der a200ff wirklich "alle" Bildinformationen enthalten, ist bisher hier nicht geklärt. Wer meldet sich freiwillig zu Quellcode-Analyse des ARW-Moduls von dcraw