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Alt 24.09.2009, 11:46   #18
nuki

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Zitat:
Zitat von der_knipser:

hallo nuki,
ich weiß nicht einmal was eine Foto/Film-Footage ist. Den Begriff habe ich noch nie gehört.

Geht es bei Deinen Aufnahmen nur darum, ein vollständiges sphärisches Panorama zu erstellen? Dafür braucht man mit Nodalpunktadapter keine 25 Bilder! Mit der A700 und dem 8mm-Peleng (Fisheye) braucht man 4(+1) Aufnahmen, und bekommt ein equirectangulares Bild von fast 9000x4500 Pixeln. Wenn Du mehr Auflösung (11k) brauchst, müsstest Du eine etwas längere Brennweite nehmen, oder eine Kamera mit 15MP APS-C-Sensor verwenden. Ob man dafür 30.000 Euro anlegt, hängt sicher nicht zuletzt davon ab, wieviele Panoramen man braucht. Für meine Zwecke reichte die Investion von ein paar Hundert Euro.

Zitat von Waldstein:

Liege ich richtig, dass in einer virtuellen Darstellung, z. B. einem Computerspiel oder FX-Film,
  • mit dieser Technik, die von einem Raum ausgehende Umgebungshelligkeit auf die Oberfläche eines virtuelles Objektes abgebildet werden soll, im Idealfall als Reflexion auf einer spiegelnden Oberfläche?
  • zu diesem Zwecke ein Kugelpano quasi eine spärische Vorlage für die dafür erforderliche "Ausleuchtung" geben soll, so eine Art spärisches Diagramm für Licht und Farbe?
  • die HDR-Technik verwendet wird, um auf der Oberfläche des Gegenstandes Abrisse in den Lichtern/Tiefen zu vermeiden?
Also unter Foto/Film footage (footage is wahrsch. nicht das 100%ig passende wort dafür) bzw sogenannten "Plates" ist das Material gemeint, in das die Visual Effects eingebunden werden. Also quasi der Film/das Foto so wie es aus der Kamera kommt.

Die Technik mit der Fisheye-Linse ist mir bekannt und wäre vom Grad der Verzerrung her ein Mittelding zwischen dem abfotografieren der Kugel und einem sehr wenig verzerrten Panorama wie man es z.b. mit einem Panorama-Stativkopf und einer nicht allzu weitwinkeligen Linse bekommt (natürlich braucht man mehr Bilder je weniger weitwinkelig man ist, das kann ab den von dir erwähnten 4+1 Bildern bis oben offen alles sein...je nach auflösung die man braucht). Wenn ich jetzt z.b. ein 3d Auto in einen Film einbauen will (wie z.b. die Transformer-Autos in der neuen ÖBB Evolution Werbung) dann braucht man eben eine gewisse Schärfe und "Unverzerrtheit" im Bild damit die Reflektionen in Auflösungen ab HD und aufwärts noch real wirken.

Das kommt dann eben darauf an wofür ich das 360° HDR brauche. Wenn es nur darum geht ein Objekt das nicht reflektiert zu beleuchten tut es natürlich auch ein verzerrtes pano aus einer Chromkugel mit 4k auflösung. Wenn allerdings Reflektionen im Spiel sind muss man eben etwas mehr Aufwand betreiben.

Waldstein: Du liegst in deinen ersten 2 Punkten richtig. Die HDR Technik wird allerdings nicht verwendet um ein ausreißen/absaufen der tonwerte zu vermeiden (wenn das Footage überbelichtet ist müssen die VFX es eben auch sein, damits ins Bild passt...)

Es geht bei der ganzen sache um folgendes: Ich habe ja in meinem 360° Panorama die ganze Umgebung lückenlos eingefangen, und dank des HDR Verfahrens auch den ganzen (oder zumindest den relevanten) dynamikumfang der Szene gespeichert. Ich kann nun diese Information benützen um die Umgebung in diesen 2 faktoren SCHNELL und GENAU nachzubauen. Ich mache dazu folgendes: nachdem ich ein sphärisches 360° panorama erstellt habe kann ich dieses auch wieder auf eine Kugel legen. Ich als Betrachter bzw. als das 3d Objekt befinde mich dabei im Mittelpunkt der Kugel, also dort wo die Kamera beim aufnehmen des Bildes war. Im Panoramabild ist ja die Umgebung so abgebildet wie das Objekt sie "sehen" würde. Dadurch bekomme ich schonmal eine relativ genaue und realistische Reflektion der Szene im Objekt ohne dass viel Aufwand betrieben werden musste um diese in 3d nachzubauen!
Durch den gespeicherten Dynamikumfang kann ich jetzt auch die Lichtstimmung immitieren. Die Position der "Lichtquellen" relativ zum Objekt ist ja durch das Panorama bereits bekannt. Die Stärke des Licths ist dank der HDR Technik auch in jedem Pixel gespeichert. Dank der Floating-Point Werte wissen wir ja welchen Wert der Pixel zu welcher Belichtungszeit hat. Stellt man sich diesen Wert als Kurve vor sollte klar werden dass die starken Lichtquellen (z.b. Sonne) natürlich auch noch recht hell sind wenn die weniger starken (diffuses Streulicht) bereits nicht mehr zu sehen sind. Dabei kommt es eben sehr auf die enorme Bittiefe von HDR bildern an die es erst möglich macht die wirkliche Intensität einer Lichtquelle festzuhalten. In einem 8 Bit Bild wäre die Sonne ja ab einem gewissen Zeitpunkt nurnoch weiß überstrahlt man könnte ihre wahre Stärke durch diese Beschneidung von Werten über 255 255 255 nicht mehr rückwirkend berechnen.

Das Tolle daran ist eben dass man nicht nur die Farbe und Intensität EINER lichtquelle in der Szene festhält, sondern auch die ganzen diffusen Streulichter der Umgebung. Ich kann dadurch wirklich genau die Lichtverhältnisse am Objekt reproduzieren!

Also Beispiel z.b. Benjamin Button - Brad Pitts Kopf ist in den ersten 45 min. bei dieser ganzen Altersheim Sache in 3d reproduziert!!! Der Körper ist von einem anderne Schauspieler und die Mimik von Brad Pitt würde mit floureszierdenem Makeup in 3d Motion-Gecaptured und auf ein 3d-Modell des Kopfes übertragen. Beleuchtet wurde dieser großteils auch mit HDR Panoramen!

hoffe ich war diesmal weniger verwirrt bei meiner eklärung
lg, nuki

Geändert von nuki (24.09.2009 um 17:04 Uhr)
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