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Zitat von Delroy
Hallo Jens,
auf jeden Fall kommt ein Beispielbild aber wo finde ich die Daten von dem Bild (bitte erschlag mich nicht)?
Ja und die Belichtungszeiten sind mein Problem... vielleicht schaffst Du es ja mit x-700 mir das zu erklären?
Dein unterer Vorschlag klingt auch gut aber ich kann das mit den kurzen Zeiten noch nicht, was also würde ich mal sagen bedeutet ich muss erst mal kleine Brötchen backen..
Viele liebe Grüße immer noch aus dem Norden Danke Danke
Delroy
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Auch wenn ich nicht weiß, was Du für einen Rechner hast und mit welchem Programm Bilder anschaust, aber auch auf WinDOSen gibt es Programme, die die in den Bildern eingebetteten EXIF-Daten (auch Metadaten genannt) anzeigen können. Für hier reicht es, das Bild einfach hochzuladen -> siehe oben im Forumsfenster den Link "Galerie". Die Belichtungsdaten werden von der Forumssoftware automatisch ausgelesen und aufgelistet.
Lies auch im Handbuch der Kamera nach, wie Du für die Display-Funktion Dir die Aufnahmedaten zu jedem Bild auf dem Display anzeigen lassen kannst.
Und jetzt zur Theorie:
Je schneller eine Bewegung ist, umso kürzer muß die Verschlußzeit sein, um sie scharf abzubilden. Sonst verwischt sie.
Folgendes Experiment. In jeder deutschen Stadt findet sich ein Springbrunnen. Stell die Kamera auf "A" (Zeitautomatik). Du gibst mit dem Wählrad am Kameragriff die Blende vor, und die Kamera sucht sich die passende Belichtungszeit. Nun machst Du von diesem Springbrunnen eine Belichtungsserie, in dem Du die Blende von großer Blende (kleinster Wert, auch Offenblende genannt) zur kleinsten Blende (größter Wert variierst. Dabei wirst Du zwei Dinge feststellen:
1. die Verschlußzeiten werden länger
2. die Schärfentiefe nimmt zu
Auf den Bilder wird es konkret folgendermaßen aussehen:
Anfangs siehst Du scharfe Strukturen im Wasserlauf und jeden noch so kleinen Tropfen scharf abgebildet. Je länger die Verschlußzeit wird, umso stärker verwischen die Wassertropfen zu Strichen, bis zu einem Schleier verlaufen
Dabei wird der Hintergrund mit jedem Bild schärfer, da die Schärfentiefe zunimmt. Anfangs ist der Hintergrund diffus bunt, später dann mehr oder weniger strukturiert.
Du wirst auch merken, daß irgendwann die Bilder verwackelt sind, da die Belichtungszeit zu lang wurde. Das meinte ich weiter oben damit, daß die Belichtungszeit im Verhältnis zum verwendeten Objektiv sein muß. Je mehr Brennweite zu einsetzt, umso schneller (kürzer) muß Deine Verschlußzeit sein.
Wenn Du mit 18 mm fotografierst, reichen noch 1/10s, um verwacklungsfrei zu fotografieren, bei 200 mm ist die längste Zeit 1/200 s.
Um der Verwacklung bei großer Blende aus dem Weg zu gehen, kannst Du den ISO hoch drehen, wobei das Rauschen bei ISO 1600 schon sehr stark wird. Dann kannst Du aber auch bei schlechtem Licht noch mit kurzen Verschlußzeiten fotografieren.
Probier das mal aus.
Ich empfehle Dir auch auf Grund Deiner Frage, Dir ein Buch über die Grundlagen der Fotografie zu kaufen. Das wird alle sehr ausführlich auch mit Bildbeispielen erklärt und dargestellt. Es muß nicht speziell zu Digitalfotografie sein, sondern kann allgemein gehalten sein, denn die Grundlagen sind für die Analog- und Digitalfotografie dieselben.