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Alt 27.07.2009, 20:32   #2
Giovanni
 
 
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Zitat:
Zitat von MacSource Beitrag anzeigen
Bisher habe ich iView MediaPro 3 benutzt, aber das ist ja aufgekauft worden...
Auch wenn die aktuelle Version von Expression Media kaum Unterschiede zeigt, fürchte ich, daß das nicht so bleiben muss...

Momentan tendiere ich stark zu Aperture, oder ist Lightroom eine Alternative ?
Mir geht es ein bisschen ähnlich ... iView wirkt zwar etwas "hausbacken", ist aber eigentlich sehr durchdacht. Die einzige relevante Neuerung bei Expression Media sind hierarchische Schlüsselwörter, was ich allerdings für ein sehr wichtiges Feature halte. Trotzdem habe ich momentan keine Pläne, iView bzw. Expression Media in Zukunft noch groß einzusetzen. Ich nutze es bisher zur Verwaltung von Diascans.

Seit einiger Zeit arbeite ich bei der Verwaltung digitaler Bilder (außer für rein private, dafür gibt's iPhoto) ausschließlich mit Aperture und bin sehr zufrieden. Bei der RAW-Konvertierung verwende ich es ebenfalls beinahe ausschließlich. Lightroom war mir zu eingeschränkt. Ich hatte bei Lightroom den Eindruck, dass es für mich einfach zu unflexibel und insgesamt nicht leistungsfähig genug ist. Ich muss beispielsweise mit Hunderten von Schlüsselwörtern arbeiten können, nicht nur mit 10 oder 20, und kann Schlüsselwörter nicht ausschließlich in kleinen Grüppchen handhaben. Außerdem fand ich das "Raum-Konzept" von Lightroom schrecklich. Ich möchte nicht für verschiedene Arbeitsschritte in unterschiedliche Umgebungen innerhalb des Programms schalten müssen. Außerdem finde ich, dass Aperture die Bildschirmfläche wirklich optimal nutzt - bei Lightroom kann man sich davon sein eigenes Bild machen. Für Zierrat wie einen riesigen Schriftzug mit meinem Namen oder niedliche Ornamente ist der Platz auf meinem 24"-Monitor samt daneben stehendem Notebook-Display jedenfalls zu schade - da sehe ich lieber mehr Bedienelemente auf einmal, damit ich nicht so viel rumscrollen oder gar in andere "Räume" schalten muss.

Aperture ist sehr flexibel, sehr gut konfigurierbar - aber: Um die Funktionen wirklich ausschöpfen zu können und richtig effizient damit zu arbeiten, muss man sich ziemlich lange einarbeiten im Vergleich zum in jeder Hinsicht simpler gestrickten Lightroom und den meisten anderen Programmen. Auf den ersten Blick könnte man daher zu der falschen Annahme verleitet sein, Lightroom sei besser bedienbar - der Grund ist, dass man es einfach schneller kennenlernt, während man bei Aperture länger zum Entdecken braucht. Außerdem sollte man halbwegs aktuelle Hardware mit nicht unter 3 GB RAM und mindestens 128 MB, besser 256 MB VRAM benutzen.

Was mir auch gut an Aperture gefällt, ist die AppleScript-Schnittstelle und dass die Datenstrukturen alle in einer SQLite-Datenbank abgelegt werden. Sollte man aus irgendeinem Grund irgendwann ohne Aperture auf die Daten zugreifen müssen, ist dies im Prinzip ohne Weiteres möglich, mit allen Möglichkeiten, die SQL bietet. Andererseits ist die Plug-In-Schnittstelle im derzeitigen Aperture sehr dürftig, weil immer erst ein TIFF (oder JPEG) als Zwischendatei angelegt und an die Plug-Ins zur Bearbeitung übergeben wird. Das ist nicht optimal.

Trotzdem, meine klare Empfehlung: Aperture.

Als reine Verwaltung ohne RAW-Konverter spricht aber nichts dagegen, MS Expression Media zu benutzen. Auch Cumulus / Canto Single User könnte dann eine interessante Alternative sein.

Gruß

Johannes

Geändert von Giovanni (27.07.2009 um 20:45 Uhr)
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