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Alt 08.04.2004, 17:00   #9
andys
 
 
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Belfigor schreibt:
andys meint, dass mit dem nicht kalibrierten Farbraum der gerätespezifische Farbraum gemeint ist, für den Minolta keine individuelle Beschreibung (=Profil) mitliefert, sondern gleich in der Kamera auf einen Standard-Farbraum (sRGB oder Adobe-RGB) umrechnet. Wäre auch m. E. eine plausible Erklärung für den Exif-Eintrag.

Belfigor Du hast im Großen und Ganzen Recht. Aber es gibt noch punkte zu klären. Minolta liefert gerätespezifische Profile. Sie werden auf den Rechner im Ordner Profile gelegt. Da liegen die Profile für alle Minolta Kameras. Sie werden mit Dimage Viewer installiert. Deswegen ist es unverständlich, warum sie nicht in die Kamera installiert werden.

Belfigor schreibt:
Ich denke, dass simple praktische Überlegungen Minolta (und die anderen Kamerahersteller) zu dieser Vorgehensweise bewogen haben. Der Umgang mit gerätespezifischen Profilen erfordert erfordert profundes Wissen zum Thema Farbmanagement, das die weitaus meisten Käufer derartiger Kameras nicht haben und sich auch nicht draufschaffen wollen. Deshalb wird der gerätespezifische Farbraum der A1 gleich in der Kamera in einen Standard-Farbraum konvertiert (wahlweise sRGB oder Adobe-RGB). Wahrscheinlich gehen dabei tatsächlich Nuancen verloren - deshalb aber gleich von Kastration zu sprechen, wie Andys das tut, halte ich für arg übertrieben.

Wo liegt denn der Unterschied im Aufwand, ob ich das richtige oder ein Standard Profil installiere. Für viele Anwender wäre es eindeutiger das Minolta Profil anzuhängen. Von Kastrieren war von mir bisher noch nie die Rede.

Belfigor schreibt:
Ein gerätespezifisches Profil seitens des Herstellers mitzuliefern macht nur eingeschränkt Sinn, denn die Geräte verändern sich im Laufe der Zeit. D. h. wenn man mit gerätespezifischen Profilen sinnvoll arbeiten will, müssen die Geräte eigentlich immer wieder mal neu kalibriert werden. Kameras kalibrieren ist eine recht aufwändige Geschichte (mir ist der Aufwand jedenfalls zu hoch, deshalb lass ich das mit dem Kalibrieren der Kamera, obwohl ich die technischen Vorraussetzungen dafür hätte ...).

Man müsste sogar noch weiter gehen. Es müsste ein Profil für jede Lichtsituation erstellt werden. Aber dann bin ich mit den Geräteprofil immer noch besser dran, als mit dem Minifarbraum von Adobe.

Belfigor schreibt:
Abgesehen davon steht mit Adobe-RGB ein mehr als ausreichend großer Farbraum zur Verfügung. Wer gerne Erbsen zählt und damit partout nicht zufrieden ist, hat ja immer noch die Möglichkeit, seine Kamera auszumessen, ein entsprechendes Profil zu erstellen und via RAW das letzte Quentchen Farbqualität rauszupressen.

Da hast Du nett negativ formuliert.

Andys
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