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Hallo,
wieder viele schöne Bilder. Zu vieren davon habe ich mir nähere Gedanken gemacht.
zu Ebene-1: Ein wunderbares Motiv und schön eingefangen. Was ich aber nicht verstehe ist, das der Himmel im oberen Bildbereich so unstetig wirkt. Die gedachte V-Form aus den Baumwipfeln scheint wesentlich dünkler/intensiver/blauer zu sein als ausserhalb des genannten Dreiecks. Ist das auf den Polfilter zurückzuführen? Wenn ja, warum.? Bisher dachte ich das der Filter homogen auf das gesamte Bild wirkt.
Und der angeschnittene Baum links obem am Bildrand könnte mehr zu Motiv beitragen oder auch ganz weg sein. So würde vielleicht eine Stimmung von offenem Himmel entstehen oder mit mehr "Baum" würde eine Spannungslinie Baum - Holzscheite entstehen, die sicherlich auch reizvoll ist.
zu Weidenroeschen-2: Der stringente Verlauf des Motivs ist genial, die Schräfentiefe optimal auf den "Hauptast" und dessen Abzweigungen gelegt. Das ist "minimal Art"! Durch die Unschärfe der (3) Windungen im unteren linken Bereich wirken ebendiese vielleicht noch ein wenig zu wuchtig im Vergleich zu den anderen, stören aber überhaupt nicht. Kann es sein das sich noch eine Windung (Mir fällt keine passendere Bezeichnung ein) sehr nahe am Objektive befunden hat? Wieder im linken untern Bereich ist das sonst fast einheitliche Blau des Himmels leicht ins Braune gezogen. Da ich die Pflanze überhaupt nicht kenne, fehlt mir irgendwie ein Größenbezug im Bild, womit ich mich als Anti-Botaniker oute.
zu Apfel-2: Der Apfel lacht mich richtig an. Der Helligkeitsverlauf ist gut gelungen, der Farbkontrast zwischen dem Grün des Blattes und bem roten Apfel ist spannend und auch ein Hintergrund ist vorhanden. So stelle ich mir die natürliche Umgebung vor. Ich weiß nicht woran es liegt, aber ich versuche das Blatt beim betrachten immer wieder zu fokusieren, es gelingt mir nicht recht. Vielleicht sind die feinen Strukuren beim Jpeg etwas zu "matschig" geworden.
zu Niete-1: Das Bild hat unter der Komprimierung stark gelitten, denke ich. Ansich wäre es ein schönes Bild, schon alleine die Idee eine Niete zu fotografieren... Die Oberfläche der Niete kommt mir zu glatt vor, irgendwie künstlich, breiig. Die Holzsplitter unmittelbar unterhalb des Nietenkopfens scheinen sich auch irgendwie im Brei der Pixel zu verlieren. Hier meine ich die kleinsten der Splitter auf die der Blick, durch das Motiv gelenkt, automatisch fällt. Die zwei großen senkrechten Schatten sind bei mir fast komplett schwarz. Ein klein wenig, wirklich nur ein wenig, Durchzeichnung würde hier die vom Auge (Hirn) erwartete Faserungen schon zeigen.
Soweit meine ganz persönlichen Sichweisen der Motive.
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Gruß Robert
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