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Alt 07.12.2008, 10:34   #7
Blackmike
 
 
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Zitat:
Zitat von weberhj Beitrag anzeigen
CCD Sensoren sind bei niedrigen ISO nativ zunächst mal rauschärmer als
CMOS Sensoren, also kann das in diesem Zusammenhang durchaus Sinn machen,
wenn auch 16 Bit ebenso hier mehr als oversized erscheinen. Da hätten vermutlich
die 14 Bit gereicht ;-)



Besonders wichtig fand ich auch die Erkenntnis, dass es bei Benutzung von RAW
gar keinen Sinn macht z.B. bei den Nikons mit 12800 oder 25600 überhaupt zu
arbeiten, da der einzige Effekt ein highlight Clipping wäre.

Genauso ist es bei den Canons mit den erweiterten Modi also z.B. macht es
an der C40D gar keinen Sinn ISO3200 zu benutzen!

Da werden nur noch die aus dem Sensor identisch ISO 1600 ausgelesenen
Daten unter Verlust der hohen Tonwerte (Dynamikverlust) umskaliert.

Grüße Hans
Ganz so trivial, wie du es beschreibst ist es in Natura nunmal dummerweise nicht.
Eine Alpha bei iso3200 liest mir auch nur noch pixelmatch aus,- und das bei 12 bits.

Als Grundlage sollte zuerstmal der Begriff der Full well capaticy Bekannt sein,- der Kapazität an Elektronen, die eine Sensorzelle maximal aufnehmen kann. Bei dem als Substrat verwendeten Siliziums ist dies eine ziemlich feste Größe von x Elektronen pro µmm².
Hier ein bischen Background, wohl zur Canon 5d:

Quelle 1
Quelle 2

Blöderweise ist die theroretische Pixelgröße leider nicht die reale Pixelgröße,- da da auch noch die Isolierschicht zwischen 2 benachbarten Pixeln und die Leiterbahnen zum Auslesen der Sensorzelle sowie bei Canon zumindest noch der zellenverstärker mit zur effektiven Pixelgröße zählen.

Heißt also, je kleiner der Pixelpitch, desto kleiner die Sensorzelle und desto kleiner die Full well capacity. das prinzip macht sich auch Fuji mit seinem Super-CCD zu Nutze, wo es die größeren Zellen gibt, die dann halt nicht so schnell "überlaufen"

Hinzu kommt dann auch noch der Signal-Rauschabstand, die Auslegung der für das Wandlen benötigten Sample & Hold Schaltung sowie das Quantisierungsrauschen des AD-Wandlers...

Das was aus dem Sensor ausgelesen wird, ist auf jeden Fall an quantisiertes Signal,- die kleineste Einheit ist theoretisch ein Elektron. ein halbes oder ein viertel gibts nicht.
Hat eine Zelle maximal 32767 Elektronen, kann ich die mit 15 bit auslesen (+/-1 Digit bei optimaler Auslegung der S&H und des Wandlers.
Ist meine Zelle wesentlich kleiner,- macht genaueres Auslesen wenig Sinn.

12 zu 14 bits macht bei ISO 3200 wie du es schreibst, wenig Sinn, da dabei, wie du korrekterweise schreibst, wenig Elektronen mit einem hohen verstärkungsfaktor gezählt werden.

Bin ich allerdings bei der ISO bei bei der nativen Auslegung der Chips mit minimalem äußeren Verstäkungsfaktor, bringen die 14 bit zu den 12 bit ein leichtes Plus in der Dynamik und in der Genauigkeit der Farbumsetzung. (Natürlich in einem "Normalen, unkritischen Bild nicht zu merken, bei kritischen Bildern oder wenn eine Intensive Nachbearbeitung geplant ist, merke ich den Unterschied zwischen dem 12 bit RAW einer 5d und dem 14bit RAW einer MKIII),

Die Wahrheit liegt hier wie immer in der Werbung irgendwo dazwischen, ein genereller Vorteil sind die 14 Bits nicht, weil den Vorteil braucht man definitiv nicht immer,- nur wenn man ihn braucht, (und das Bild entsprechend mit niedrigen ISO´s aufgenommen wurde) hat man ihn.

Black
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