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Realitätsnaher und reduzierter geht ja schon fast nicht mehr. Ich frage mich bei solchen Bilder immer nach dem Warum. Warum drückt jemand den Auslöser in so einer Situation. Um ungeschönigtes Zeugniss über das Geschehene in welchem Kontext auch immer (Armut/Krieg/einfach nur Leben?) ablegen zu können? Ist der Fotograf persönlich involviert? Für mich gibts Momente wo die Würde gegenüber dem Objekt/der Situation ein Auslösen für mich unmöglich macht. Möchtet Ich wirklich das Bild des Grabes meines Kindes irgendwann im Internet finden?
Wie gesagt, als Kriesenreport oder zum wiedergeben unmenschlicher Vorkomnisse in bester Magnum-Manier geht das Bild für mich in der dargestellten Qualität und Aufmachung in Ordnung.
gruss m.
Nachtrag: Vielleicht wäre die Ueberschrift 'Grab eines Kindes' weniger 'Reisserisch' gewesen...
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So muß man's machen. Nicht eher aufhören, bis man nichts mehr sehen kann, was noch verbessert werden könnte. Goethe-Tischbein
briggeler.ch
Geändert von Don Manuel (21.11.2008 um 18:23 Uhr)
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