OK, Dann schreibe ich mal meine Erfahrung mit der Alpha900 und meinen 17-35/2,8-4, 28-75/2,8 und dem alten 50/1,4 (erste Generation).
Als erstes muss ich schreiben, dass ich mir ebenfalls mehr von der Kamera erhofft habe. Bin wohl einer der Vielen gewesen, der auf die Werbung reingefallen sind. Habe aber später an der 5D Mk II feststellen müssen, dass auch Canon nur mit Wasser kocht und es keinen Grund gibt für ein Systemwechsel. Und wenn man die Alpha mit ihren vielen tollen Einstellungsmöglichkeiten sowie ihre Bilder selbst, erstmal im Griff hat, bekommt man auch vergleichbare oder sogar noch bessere Ergebnisse als die der Canon. Mit der D700 möchte ich sie nicht vergleichen, da bei einem gleich großen Sensor und nur der Hälfte der Pixel ganz andere Möglichkeiten entstehen. Wieso sonst hat Canon eine 1D Mk III und eine 1Ds Mk III die unterschiedliche Auflösungen aufweisen.
Jetzt zu meinen Schnelltest (anders kann man es nicht nennen, da man auf der Photokina nicht viel Zeit hat).
Im großen und Ganzen war ich im ersten Moment erschrocken. Wieso schafft eine so tolle und auch teure Kamera kein einziges scharfes Bild mit meinem besten Objektiv (gemeint war das 50/1,4). Habe herum geschraubt, zweites Body genommen, Kamera auf Default zurückgesetzt. Nichts hat geholfen. Dann ist mir eingefallen, dass man an der Kamera den Back- bzw. Frontfocus korrigieren kann. Leider konnte mir keiner der Sonymenschen am Stand sagen, wo sich diese Funktion befinden, geschweige den wie sie funktioniert. Also begab ich mich selbst auf die Suche. Nach sehr kurzen Zeit habe ich sie gefunden. Sie funktioniert einfacher als man denkt. Habe mir eins meiner Bilder angeschaut, die ich kurz zuvor geschossen habe, bei dem ein starker Backfocus festzustellen war, habe mal auf gut Glück den Wert auf -10 gesetzt und schon saß der Focus fast richtig. Ich könnte es wahrscheinlich auf die Spitze treiben und es mit Stativ, Legosteinen und richtiger Beleuchtung perfektionieren, habe aber keins dieser Hilfsmittel dabei gehabt

Kurz gesagt, man ein Objektiv mit einem Fehlfocus sehr schnell und effizient auf der 900er gangbar machen.
Die Bildergebnisse konnte ich mir dann auch sofort auf dem Laptop anschauen, das auf dem Stand zur Verfügung stand (diese Möglichkeit habe ich bei Canon leider vermisst oder nur nicht gefunden). Die Bildqualität im Vergleich zu dem Zeiss 24-70/2,8 fand ich wirklich gut. Aus welchem Objektiv man bei guten Lichtverhältnissen rausholen könnte, konnte ich leider nicht Testen. Aber am Stand von Sony auf der Photokina hat man gemerkt, dass sie noch ein ziemlicher Anfänger auf diesem Gebiet sind. Man präsentiert doch keine neue Kamera in einer Dunkelkammer. Das Licht in der Halle war grässlich. Sigma, Tamron, Canon, Nikon haben alle viel bessere Lichtverhältnisse zum Testen geboten. Allein die Schwarze Umgebung hat keine richtig beleuchtete Bilder zugelassen. Wie gesagt, trotzdem finde ich die Bilder meines 50/1,4ers ziemlich gut. Kaum sichtbare Vignietierung auch bei Ofenblende und die Schärfe war insgesamt vergleichbar mit dem Zeiss. Dafür aber das Gefühl wieder ein normales 50mm Objektiv benutzen zu können. Alleine diese Tatsache hat schon ein Lächeln auf meinem Gesicht produziert.
Dann kam das KonicaMinolta AF 28-75/2,8 (D) ran. Habe aber nur mit Ofenblende getestet. Auch da habe ich auf den ersten Blick kaum Unterschiede zu dem Zeiss feststellen können (auch auf den Bildern, die ich zu Hause habe). Leider lässt sich die Randschärfe kaum beurteilen, da wie gesagt, Sony kaum eine Möglichkeit dafür geboten hat (nicht eine einzige gerade, helle Wand in der Umgebung). Der AF hat sofort funktioniert und saß auch richtig. Hier hat man den Unterschied zu meiner D7D sofort gemerkt. Leiser, schneller, treffsicherer. Und viel langsamer als der AF des Zeiss war es nicht. Für mich würde es für den Anfang reichen, da ich kaum sich schnell bewegende Motive fotografiere.
Als letztes habe ich mein KonicaMinolta AF 17-35/2,8-4 (D) getestet. Da muss ich sagen, dieses Objektiv am KB-Format macht richtig Spaß. Auch hier gilt, bedingt durch die räumlichen Gegebenheiten, lässt sich die Schärfe wie auch die Vignietierung nicht richtig beurteilen. Aber im Bildzentrum war es das schärfste Objektiv, dass ich an dem Tag an der Alpha 900 drauf hatte und die 17mm erzielen eine Wirkung, die schon stark in Richtung Fishey gehen. Der AF war schnell und hat immer gesessen auch ohne Korrektur.
Im großen und ganzen muss ich sagen, dass ich zumindest für den Anfang mit meinem Objektivpark an der Alpha 900 gut gerüstet wäre. Es war viel besser als befürchtet und da ich mich in letzter Zeit immer mehr in die People-Fotografie (Studio und Outdoor) wie auch Street vertiefe ist es mir nicht ganz so wichtig, dass das Bild bis in die Ecken knack scharf sein muss.
Einziges Manko hat die Kamera. Sie produziert Datenmengen, mit den mein Rechner kaum zu recht kommt, trotz eines 3,6 GHz Prozessors und 3 GB RAM. Zumindest mit der Sonysoftware nicht. Da muss über kurz oder lang ein Dual oder Quad core ran.
So das wars fürs erste. Falls jemand die Möglichkeit hat hier die RAW-Dateien irgendwie einzubinden, sagt mir bescheid und ich schicke sie euch.
Gruß,
Peter.