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Bevor ich auch noch ein Vorher-/Nachher-Beispiel zeige (muss erst noch was raussuchen), mal so meine Gedanken zum Photoshopping:
Sicher kann man sagen "Hättest du von vorneherein gescheit fotografiert, könntest du dir die Arbeit in Photoshop sparen". Doch manchmal muss auch der größte Könner sich dem Diktat der Technik beugen. Ob nun Peters Blitze zu schwach sind (wenn ich mich recht erinnere waren seinerzeit auch Außenaufnahmen geplant, die das Wetter verhindert hat), ich nur mein 16-80/3.5-4.5 dabei habe (und dann nicht wie gewünscht freistellen kann) oder einfach das Boot beim Auslösen geschaukelt hat (mit dem Ergebnis, dass das Foto schief geworden ist): Oft ist es gut, dass sich ein Bild nachträglich noch in Photoshop retten lässt. Ich möchte auf diese Möglichkeit auf keinen Fall verzichten!
Hinzu kommt: Früher hat auch niemand seine Negative präsentiert. Und in der Dunkelkammer wurden dann so einige Dinge "getrickst", die wir heute eben mit Photoshop machen. Nur der Dia-Purist hatte da schon immer ein wenig das Nachsehen.
Für mich ist die Bildbearbeitung auf jeden Fall ein integraler Bestandteil der digitalen Fotografie. Oftmals fotografiere ich ein Motiv schon mit der klaren Idee, welche Arbeitsgänge in Photoshop noch nötig sind, bis das Bild fertig ist. Schon insofern finde ich Gedanken, wie "wer Photoshop braucht, kann nicht fotografieren" oder so ähnlich, nicht richtig. Wenn man Anselm Adam die Dunkelkammer verboten hätte, hätte es dessen atemberaubende Foto auch nicht gegeben!
Martin
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