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Alt 20.09.2008, 18:50   #2
WinSoft
 
 
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Beiträge: 4.030
Prinzipiell klappt das schon, nur muss man gegenüber einem Filmscanner mit Abstrichen rechnen.

Ich habe solche Kopiererei - und nichts Anderes ist das - mit einem Diakompendium und Makro-Objektiv gemacht. Das Problem dabei ist die Beleuchtung! Sie kommt mit einem Blitz mit Opalglasscheibe zwischen Blitz und Kompendium sehr hart, zu hart. Empfehlenswert wäre, vor den Blitz einen großen Diffuser bzw. eine Softbox zu schalten. Ein Bouncer reicht für das notwendige weiche Licht nicht.

Gegenüber einem Filmscanner hat man weiter mit folgenden Einbußen zu rechen:
- Natürliche Vignettierung wird durch das Aufnahmeobjektiv verstärkt
- Randunschärfen durch zu geringe Schärfentiefe bzw. Fokusdifferenzen
- Chromatische Aberrationen, Verzeichnung, mangelnde Bildfeldebnung durch die Restfehler des Aufnahmeobjektivs können erheblich werden
- Keine automatische Kratzer- und Staubentfernung wie bei ICE!!! Das macht die Arbeit und das Ergebnis sehr, sehr aufwändig!!! Im Digitalbild fällt Staub weitaus mehr auf als im projizierten Dia!

Vor langer Zeit hatte ich diese Verfahren einschließlich Flachbettscanner und Filmscanner am gleichen Dia hier gegenübergestellt. Erwartungsgemäß schnitt der Filmscanner am besten ab.

Wer großen Wert auf eine gute Bildqualität des digitalisierten Dias legt, kann sich ja auch einen Filmscanner mieten oder ihn kaufen und nach getaner Arbeit wieder verkaufen.

Einige Filmscanner lassen den automatischen Einzug mehrerer Dias zu. Zum Beispiel der sehr gute Nikon Super Coolscan 4000 ED oder 5000 ED mit Slide-Feeder für bis zu 50 gerahmte Dias. Dann kann man dem Scanner die Arbeit unbeaufsichtigt überlassen. Dabei muss man dank ICE die Dias vorher nicht peinlichst säubern, was enorm Arbeit erspart!
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