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Kurze Antwort: Nein.
Lange Antwort: Mit ISO stellst Du faktisch einen Verstärkungsfaktor ein. Salopp gesagt teilst Du Deiner Kamera bei ISO 100 mit: Warte, bis eine grosse Menge Licht auf dem Sensor gelandet ist, dann erkläre die Aufnahme für beendet. Bei ISO 10.000 sagst Du: Es genügt mir gaaanz wenig Licht auf dem Sensor, dann kann der Verschluss wieder zu.
Leider hast Du im Sensor ein Grundrauschen. Wenn Du lange genug wartest, dann hast Du so eine Menge an Licht aufsummiert, dass das Grundrauschen praktisch keine Rolle mehr spielt. Aber bei ISO 10.000 aus dem Beispiel eben ist die benötigte Lichtmenge sehr gering, so dass das Nutzsignal (Bild) im Bereich des Störsignals (Rauschen) liegt.
Das Dumme an der Geschichte ist, dass die ISO-Einstellung BEIM MACHEN DES FOTOS die Belichtungszeit bei gegebener Blende verändert. Du hast vermutlich am Tag fotografiert, also sagen wir mal, Du hast eigentlich ein Foto mit Blende 8 und 1/200 machen können. Aber durch die hohe ISO-Einstellung will die Kamera nicht so viel Licht, also geht sie z.B. auf Blende 8, 1/8.000. Dadurch kommt ganz wenig Licht auf den Sensor, das hast Du ja mit der ISO-Einstellung so vorgeben, und das Bild ist mehr oder weniger für die Tonne.
Viele Grüsse vom Bodensee,
Michael
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