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Ein Feld, zwei Zugpferde, die von einem Mann - Bekleidung und Hut entsprechen dem Archetyp "Bauer" - geführt werden, trotz der Unschärfe klar zuzuordnen. Ein scharf abgebildeter Bereich: links und rechts die Stoppeln eines abgeernteten Feldes, in der Mitte eine frische Ackerfurche. Es wird klar: der Mann pflügt.
Doch was will das Bild dem Betrachter vermitteln? "Ein Mann pflügt mit einem von 2 Pferden gezogenen Pflug?" Ohne Robert zu nahe treten zu wollen, drängt sich mir die Frage auf "So what?".
Aus dem Kommentar zum Bild geht hervor, dass der Fotograf die moderne Landwirtschaft kritisch sieht ("sogar" GPS, "Dinger"). Die Aufnahme soll also wohl einen Gegenpol darstellen, "die gute alte Zeit" mit wehmütig verklärtem Blick? Unterstützt wird das durch die Tonung, die versucht den Charakter einer historischen Abbildung zu erzeugen.
Diese (meine) - vielleicht falsche - Interpretation kommt aber nur durch den kommentierenden Text zustande. Das Bild alleine leistet das nicht. Es bleibt ein Stück scharfe Ackerfurche hinter einem von zwei Pferden gezogenen Pflug.
Natürlich kann jeder Betrachter seine Phantasie durch dieses Foto inspirieren lassen, heute glauben, dass die harte und entbehrungsreiche Feldarbeit von früher etwas romantisches hatte, über den Lauf der Zeit oder die Technische Entwicklung philosophieren.
Für mich ist diese Interpretationsmöglichkeit alleine nicht genug.
Daher von mir ein "NEIN".
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Gruß
Michael
und 
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Technik ist nicht alles, aber ohne Technik ist alles nichts.
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