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Alt 01.06.2008, 13:07   #3
Anaxaboras
Chefkoch, verstorben
 
 
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Zitat:
Zitat von gpo Beitrag anzeigen
aus einem Bild kannst du nix mehr rausholen...was nicht schon drin ist
Das stimmt wohl - was nicht drin ist, lässt sich auch nicht rausholen .

Aber: Oftmals ist in einem Bild mehr drin, als man sieht. Meine Klassiker: Gegenlichtaufnahmen bei stark bewölktem Himmel. Die korrigiere ich bei der Aufnahme so um +1 EV nach oben, damit das Hauptmotiv nicht zu dunkel wird. Der Himmel gerät dann als kaum strukturierte, helle Fläche aufs Foto.

Dann kommt mein Trick, die "Raw-Doppelbelichtung": Zunächst öffne ich die RAW-Datei "normal" entwickelt in Photoshop. Dann kommt eine zweite Ebene dazu, die eine auf den Himmel entwickelte (also im RAW-Konverter) unterbelichtete und u. U. stark kontrastverstärkte Variante aufnimmt. Dann noch eine Ebenenmasken, die den Himmel in der helleren Variante ausblendet - fertig!
Ein Beispiel dazu habe ich gerade erst hier gezeigt. Dort werden auch die Probleme des Verfahrens besprochen: das Rauschen nimmt durch die Kontrastverstärkung deutlich zu.

Mit Photomatix würde ich so etwas aber nicht machen. Wie soll das Programm "wissen", welche Bildpartien ich austauschen will und welche nicht?

Martin

Nachtrag: Der Kontrastumfang wird dadurch natürlich nicht erhöht - im Gegenteil, eher eingeschränkt (Stichwort "Tonemapping"). Und auch die DRO-Funktion erhöht nicht die Kontraste, sondern hellt zu dunkle Bildbereiche per Software auf. Mein Problem mit dieser Funktion ist, dass ich nicht weiß, was sie aus meinem Motiv machen wird. Deshalb lasse sich sie ausgeschaltet und korrigiere lieber punktgenau in Photoshop. Aber im Prinzip müsste DRO schon auch funktionieren, dann aber auf die Lichter belichten.
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