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Alt 21.02.2004, 15:42   #6
Rainer
 
 
Registriert seit: 28.09.2003
Ort: Köln
Beiträge: 41
Hallo Elch,

der Denkfehler mag darin liegen, daß es bei einem optimalen Schwarzweißbild nicht darum geht, die Helligkeitswerte des Motivs möglichst mathematisch absolut korrekt zu übertragen. Damit es gut aussieht, muß es zunächst erstmal an eine mittlere Kurve der spektralen Wahrnehmung des menschlichen Auges angepaßt werden. Das haben wir also schonmal mit statistischen Daten zu tun.

Damit aber ein Schwarzweißbild dem menschlichen Helligkeitsempfinden entspricht, müssen die Farben nochmal angepaßt werden. Daher wird in der Schwarzweißfotografie mit Farbfiltern gearbeitet, welche die Helligkeitswerte der unterschiedlichen Farben im Motiv verschieben und abhängig vom Motiv und den darin enthaltenen Farben differenzierter werden lassen. Erst so wird ein Schwarzweißbild erreicht, das vom Auge als "gut" empfunden wird.

Solange wir es also nicht mit einer technischen Anwendung und Messungen zu tun haben, hilft die mathematische "Übung" nicht weiter, sondern sehr viel mehr eine Auseinandersetzung mit der bildmäßigen Schwarzweißfotografie.

In der Praxis erleichtert ein in Farbe abgespeichertes Bild die Erzeugung eines bildmäßig guten Schwarzweißbildes wesentlich. Man muß zum Beispiel nicht die ganze Palette an Farbfiltern von Rot-Orange-Gelb-Gelbgrün-Grün etc. pp herumschleppen und kann am PC das bestmögliche Ergebnis herausarbeiten. Daher hätte ich kein Interesse an einer Schwarzweiß-Digitalkamera, auch, wenn ich oft Bilder in Schwarzweiß erzeuge.

Hilft das?
Viele Grüße,

Rainer.
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