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Alt 24.04.2008, 16:31   #3
thowi
 
 
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Beiträge: 33
Zitat:
Zitat von Meados Beitrag anzeigen
In sachen Druckerkalibrierung gibt es die Möglichkeit die Arbeit von einem Spezialisten durchführen zu lassen, aber da ich gern das Photopapier und die Druckertinte wechsel, möchte ich gern auch diese Kalibrierung selbst durchführen.
Die Kalibration des Monitors sollte im Bereich des Möglichen liegen. Papierprofilierung erfordert angeblich (nie selbst gemacht) einiges an Know How und starke Nerven.

Zitat:
Das Colormunki ... arbeitet ... mit einem Spektrometer. ... Diese Technik birgt allerdings angeblich auch Nachteile an TFTs.
Jein. Die Spektrometer sind insofern komplizierter in der Anwendung, als dass das Messergebnis sehr von Betriebstemperatur und sauberem Schwarzabgleich des Geräts abhängig ist. Da erfordert die Monitorkalibration - die eigentlich nicht unbedingt Hexenwerk ist - sehr genaues Vorgehen, sonst geht das in die Hose. Zudem sollte man dann wohl auch die Erfahrung haben, die Messergebnisse zu bewerten... wenn es einfach dauernd nicht geht und man weiß nicht warum... puh, anstrengend.
Die Colorimeter sind zur Monitorkalibration daher besser geeignet.
Jetzt kommt es aber darauf an, was für einen Monitor Du hast (und künftg evtl. haben wirst). Denn die Colormeter sind z.B. bei hardwarekalibrierbaren Wide Gamut Monitoren nur dann besser, wenn die Kalibrationssoftware Korrekturkurven für die Kombination Messgerät->Monitor enthält. Ich selbst z.B. habe einen HW-kalibrierbaren Eizo. Mit gleichem Messgerät aber unterschiedlichen Softwares kommen da andere Ergebnisse zustande. Und nur die aktuellste Eizo-Software verfügt über die Korrekturkurven für genau die Kombi Messgerät->Monitor. Bei einem Spektrometer wiederum braucht es keine Korrekturkurven... Hast Du aber keinen Wide Gamut Monitor, dann ist es "egal"... bzw. dann würde ich in jedem Fall ein Colorimeter nehmen.

Zitat:
Während es die einfachere Messtechnik besitzt, wird als Vorteil herausgestellt das es etwas mit "Proof" beherrscht. Was hat es damit auf sich?
Ich denke, damit ist die Beschränkung des Colormunki auf weniger Messpunkte gemeint -> http://www.hilfdirselbst.ch/foren/Ne...t_P343320.html. Es misst zu wenige Farben, um wirklich Proof-fähig zu sein. Aber ich denke, da reden wir jetzt wirklich von Hochverbindlichkeit, die für Dich gar nicht wichtig ist (auch auf Dauer nicht).

Mein Vorschlag wäre: kauf Dir ein Colorimeter und eine gute Kalibrationssoftware. Wenn Du einen Monitor hast, der nicht HW-kalibrierbar ist, dann würde ich ein Eye Display LT und die Kalibrationssoftware "BasICColor Display4" nehmen. Die Software gibt's auch im Bundle mit dem gleichen Messgerät, das bei Colorsolutions aber unter dem Namen "Squid" läuft. Alternativ "iColor Display" von Quato. Die Herstellersoftwares der EyeOne Displays und Spyders kannst Du eigentlich vergessen... kein Vergleich zu den Softwares von Basiccolor oder Quato. Wenn Du einen HW-kalibrierbaren Monitor hast, dann gibt's dafür sicher auch herstellereigene Software. Dann würde ich im Zweifel die nehmen und mir einfach ein Eye One Display LT dazu kaufen (das Messgerät selbst ist identisch mit dem Eye One Display 2).
Soweit erst mal. Und dann Papiere vorerst vom Dienstleister machen lassen... müssen ja nicht gleich alle Papiere sein, sonst geht das ja auch richtig ins Geld.
Und so dann erst mal eine Weile mit dem ganzen vertraut machen. Und Prints zwischendurch auch mal bei externen Dienstleistern (Fachlabor) mit profiliertem Workflow printen lassen... sonst weißt Du ja nie, wo denn nun eigentlich der Fehler liegt (sofern da einer ist)... bei Monitor (-profil) oder Drucker (-profil)? Und wenn Du dann irgendwann auch das Zeugs für Papierprofilierung kaufst, dann wirst Du vermutlich dennoch weiter das Colorimeter für die Monitorkalibration benutzen...

Geändert von thowi (24.04.2008 um 16:38 Uhr)
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