Moin,
zurück zum Thema: sRGB ist ein einheitlicher Standardfarbraum, der von Windows und Digitalkameras (in der Standardeinstellung) benutzt wird und entspricht den Eigenschaften des durchschnittlichen (!) Monitors, da dieser letztlich nicht mehr darstellen kann als sRGB.
Der AdobeRGB-Farbraum verfügt über ein breiteres Farbspektrum und erlaubt es, einen größeren Farbraum darzustellen als sRGB. Dies wird in dieser Grafik deutlich:
Innen RGB, außen ist Adobe.
Da der Monitor bei AdobeRGB meist nicht mithalten kann, gibt es z.B. in Photoshop die nützliche Funktion der Farbumfang-Warnung. Diese funktioniert auch wunderbar bei 16- und 32-Bit-Bildern.
Es spricht absolut nichts dagegen, im eigenen privaten Bereich mit AdobeRGB zu arbeiten, im Gegenteil, es müssen aber sämtliche Programme und Ausgabegeräte auf diesen Farbraum abgestimmt sein bzw. diesen benutzen, sonst gibt es Murks bzw. Fehlfarben. Zum anderen sollte und muss man sich mit diesem Thema intensiv beschäftigen.
Von der weiteren Verwendung der Bilder hängt dann ab, in welchen Farbraum diese konvertiert werden müssen, z.B. für die Darstellung im Internet (sRGB), Druckdienstleister/Offsetdruck (z.B. CMYK-Fogra) oder das Fotolabor um die Ecke.
Jeder Druckdienstleister (um die abwertende Bezeichnung "Drucker" von gpo nicht zu benutzen) ist dankbar, wenn der Kunde VORHER fragt, wie er Dateien anlegen soll. Leider ist dies selbst zu renommierten Werbeagenturen noch nicht durchgedrungen. Da werden Flyer und Prospekte erstellt, die 30 Pantone-Farben gemischt in RGB, CMYK und Sonderfarben mit den unterschiedlichsten Profilen beinhalten, und wundern sich dann, wenn im späteren (Offset-) Druck die Farben nicht stimmen. Aber das ist ein anderes Thema!
Gruß
Olaf