Ist das nicht ein
déja vu?
Ich möchte dir gerne meine Erfahrungen, die ich seit dieser damaligen Anfrage gemacht habe schildern, damit du weißt worauf du dich da einlässt. Dein Auftrag weicht auf den ersten Blick ein wenig von meinem damaligen Vorhaben ab, was aber im Prinzip eigentlich Jacke wie Hose ist.
Du hast in deiner Anforderung gar nicht vermerkt wie du die Produkte ablichten willst. Die Schwierigkeit fängt dann an der Stelle an, wenn du eine Freistellung der Produkte anvisierst. Das wird dich und das wenige Material vor eine Herausforderung stellen, zumal du sogar nur mit 2 kleinen Lichtquellen arbeiten willst.
Für unser Vorhaben sind wir am Ende einen Kompromiß eingegangen und hatten 2x500 Richter Star mit einer Octo 120 und einem Strip 30x120 angeschafft. Und trotzdem war es noch zu wenig, da wir den Hintergrund mit den 2 kleinen Systembllitzen selbst bei halber Puppengröße nicht einheitlich auf 255 ausgeleuchtet bekommen haben,um eine klare Separation von Objekt<>Hintergrund zu erhalten und dies letztendlich in einer aufwendigen PS Arbeit endete. Das würde ich keinem anmuten wollen, wenn es um einen Auftrag geht, der auch noch in einer knappen Zeitdauer durchgeführt werden muss. Hier gebe ich gpo im nachhinein zu
diesem Passus meine volle Zustimmung.
Weiterhin wäre es interessant wie du die Kleidung ablichten willst. Hingelegt oder auf einer Puppe angezogen?
Wenn du Ware hinlegst, wirst du je nach Stoffart dem Problem begegnen, dass es zu flach und zweidimensional erscheint. Auch muss du beachten, dass ein gerader hingelegter Stoff keine bzw. schlechte Schatten und Konturen aufweist. Die Kunst besteht hier den Stoff so zu drapieren und hinzulegen, dass durch die seitliche Ausleuchtung eine dreidimensionalität zustande kommt. Ich kann nicht genug betonen wie wichtig es ist, dass das Kleidungsstück für den Interessenten quasi greifbar sein muß, um somit auch das Auftreten des Shops ein Stück weit professionell aussehen zu lassen, außer der Auftraggeber ist mit minderwertigen Ebay Bildern bereits happy.
Mit den Softboxen an den Systemblitzen wirst du gewaltige Einbußen hinsichtlich Lichtleistung hinnehmen müssen. Unter Umständen wirst du bei dunklen Farben Probleme kriegen, so dass du evtl. dann mit der ISO höher gehen musst, dies aber ein Nogo bei Produktbildern ist.
Beherzige gleich den Kauf einer Graukarte und lichte mit RAW ab. Setze dann nachher anhand der Graukarte deinen WB. Nimm die Graukarte hin und wieder immer wieder ins Bild mit hinein. Farbrichtigkeit sollte durch deinen gesamten Workflow von Anfang an vorhanden sein, auch wenn nachher der Interessent einen verbogenen Monitor nutzt.
Wenn du einen Belichtungsmesser in greifbarer Nähe hast wäre es noch optimaler.
gpo´s Vorschlag mit den 3 abgestuften Walimexen wäre der bessere Weg für den Anfang gewesen. Ich meine, du investierst laut deiner Aussage schon ca. 250 für die kompakten Lichtformer. Da wäre es nicht mehr weit gewesen noch eine Schippe drauf zu packen und für 500-600,00 ein einigermaßen vernünftigeres Set zu kaufen mit dem man zumindest uneingeschränkter arbeiten kann. Danach hättest du es ja wieder "versemmeln" können, wenn du dich in punkto Equipment weiter entwickeln willst.
Mein Motto bleibt: Billig bezahlt man teuer. Also dann gleich lieber richtig
Die größte Kür wäre es
diese Art von Ablichtung hinzukriegen, an der ich mir heute noch den Kopf zerbreche. Ich weiß immer noch nicht ob die Teile in PS anhand von 2 Aufnahmen zusammenmontiert werden oder ob hier weitreichende fotografische Kunst mit durchsichtigen Torsos oder Drahtgestellen zum Tragen kommt. Vielleicht mag gpo hier einen Satz zu verlieren

Dann hätte ich endlich keine schlaflosen Nächte mehr.
Ich bin gespannt auf deine ersten Ergebnisse.