|
Na ja ... die ganze Aufegung lohnt sich ja wohl nicht!
Es ist Blödsinn anzunehmen, dass zu analog-Zeiten die Bilder so waren, wie sie gedruckt wurden. Mitnichten.
In der Farbforgraphie wurden damals nur Dias produziert. Die Filme wurden gepusht oder gepullt, jenachdem, wie der Teststreifen ausfiel. Dann wurden daraus riesige Zwischennegative gemacht, die mit aller Kunstfertigkeit - soweit im Laborprozess möglich - korrigiert wurden. Davon wurden A4 (oder größere) neue Dia-Filme gemacht. Die wurden dann am Leuchttisch mit Pinsel und Farbe bearbeitet.
Wenn's dann noch nicht genug war, wurden größtmögliche Papierabzüge gemacht, die komplett nach Wunsch übermalt und dann wieder abfotographiert wurden. Und dann erst wude die Filmaufbereitung für den endgültigen Druck gemacht.
Schwarz-weiß war schon immer so. Anselm Adams hat viel Kritik von seinen Zeitgenossen einstecken müssen, da er ein Zauberer in der Dunkelkammer war, dass seine Bilder nicht authentisch waren. Dort wird mit Mehrfachbelichtungen, wedeln und was weiß ich denn noch, so viel manipuliert, dass möglicherweise was ganz anderes rauskommt, als in die Kamera reinkam.
Damals gab es noch nicht all die Super-Technik wie heute und auch die besten Fotografen griffen/greifen auch heute noch auf diese Änderungsmöglichkeiten zurück (analog).
Im Digitalzeitalter kann das heute zumindest theoretisch jeder machen. Die Programme kosten halt Geld. Früher haben die vielen Fehlversuche und die hohen Personalkosten auch viel Geld gekostet. Das bleibt sich gleich. Aber Erfahrung, um zum richtigen Ergebnis zu kommen, braucht man allemal, analog oder digital.
Wenn man hoch-professionelle Ansprüche hat, kommt man um RAW nicht drum-rum. Da gibt es einfach mehr UND verlustfreie Möglichkeiten. Das ist Fakt.
Natürlich reicht für viele Bereiche ein gutes JPG - privat sowieso. Aber bei den Hochglanzmagazinen, High-end Katalogen geht ohne RAW garnichts!
Natürlich wird für die Druckvorstufe kein RAW abgeliefert. TIFF, JPG, CMYK - je nachdem wie die Druckanstalt das braucht. Die guten komerziellen Fotograhen haben alle ein mehrköpfiges Team für die Post und liefern das ab, was das Magazin verlangt. Das war schon immer so!
|