Bo ist das schwer zu sagen:
Ich will mal beschreiben, was ich sehe:
Abgebildet ist ein mit KaputzenCape ummanteltes Skellett, das offenbar sitzend leicht zur Seite "kippt", mit Blickzentrum des Betrachters auf dem unteren Ansatz des Brustbeins. Aus der linken Hand offenbar hearusgerutscht, aber noch angelehnt, ein Pfeil, rechts ebenso eine Schriftrolle mit Inschrift.
Die Inschrift ist lesbar, eine Frau hat im frühen Mittelalter ihren gläubigen Gatten bergruftet
Das Bild ist klar gestaltet. Es ist im HG symmetrisch aufgeteilt nach Linien, Strukturen und Farben, Spannung aufbauend aussermittig.
Das Hochkantformat verstärkt diese Atmosphäre aus Spannung.
Die Farben sind bräunlich und ein sehr seltsames gedecktes Patinagrün.
Das farblich angeglichene Skellett spannt dem Bogen zum VG und auch zwischen den beiden Seiten.
Das Skellett zieht sich in einem diagonalen Bogen von links unten nach rechts oben.
Das Bild gewinnt dadurch eine spannungsgeladene und doch kompakt geschlossenen homogene Gesamterscheinung.
Also erstmal ein kompakt "wirkendes", spannendes Bild.
Die Wirkung wird, wenn überhaupt, für mich allein durch die ggf nicht gewollte Randunschärfe unten rechts gestört.
Die Hauptfarbe, ein dunkles, patinaartiges Lindgrün, des Bildes weckt Assoziationen mir Krankheit, Übelkeit, das Braun mit Erdhaftigkeit.
Das Bild wirkt auf eine bedrohliche Art sakral, mit dichter Atmosphäre transportiert es Stimmungen von Tod, Bedrohung, Ewigkeit und Kälte.
Das einzige, was mich an diesem bemerkenswert eindringlichen Bild etwas stört, ist der Blickwinkel. Ich hätte mir einen Blick in seine Augen gewünscht, die Kommunikation mit dem Hauptdarsteller leidet etwas unter dem Blick aufs Brustbein.
Frag mich warum ich das Bild so ansehen wollte, keine Ahnung, vermutlich, weil es auf eine Art und Weise aufgenommen ist, die mich besonders anspricht, auch weil sie selten ist. Die Stimmung, die spüre ich. Toll