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Als nächstes muss man jetzt natürlich sagen, DAS ist nur die eine Seite der Medaille, es gibt auch die Kehrseite. In einem professionellen "Standardisierten" Produktionsprozess kann man ja vieles gebrauchen, aber mit Sicherheit keine subjektiv veränderlichen Dinge. Dafür wiederum braucht man "Farbmanagement". In der Produktion will man, dass die Farben "VORHERSEHBAR" werden!
Ich versuche mal Farbmanagement ganz ohne Fachbegriffe zu beschreiben. Um in der Praxis (ich bin aus der Druckvorstufe d.h. ALLE Ausgabegeräte arbeiten CMYK! - nur zur Erinnerung) Farbmanagement zu betreiben braucht man eine Referenz, damit ist gemeint "was ist mein ZIEL!" Für uns ist das Ziel IMMER die Druckmaschine, bzw. die Richtlinen (DIN-Normen) der FOGRA / ECRI.. Wenn ich jetzt im Himmel in meinem Bild 10%Cyan habe, dann will ich, dass da auch 10% hingedruckt wird, bzw. je nach Bedruckstoff (Hochglanzpapier, mattes Papier, Zeitungspapier...) genauso aussieht. Die Referenz, wie 10% Cyan auszusehen hat wird von der FOGRA / ECRI festgelegt. Egal ob in der Druckmaschine, Laserdrucke oder Tintenstrahldrucker...Es soll immer diesem "STANDARD!!!!" entsprechen.
Jetzt wird (natürlich bildlich!) von jedem Gerät (Kamera, Bildschirm, Scanner, Drucker, Druckmaschine etc...) eine unkalibrierte Ein- (Bei Kameras und Scannern) bzw. Ausgabe meiner 10% Cyan gemacht. Ich Scanne also ein 10% Cyan-Feld und stelle fest, dass mein Scanner da aber 12% erkennt! Das MUSS natürlich korrigiert werden, also erstelle ich ein Profil von meinem Scanner, welches den Fehler korrigiert. Uff der Scanner/Kamera stimmt jetzt, aber die 10% Cyan sehen auf meinem Bildschirm aber aus wie 5% Cyan...Mist, oder? Also messe ich meinen Monitor ein und lasse ein Profil schreiben. Genauso mit meinem Drucker/Belichter/Druckmaschine... Ich korrigiere also jeweils die individuellen Fehler der Ein- und Ausgabegeräte. Aus dem Grund sind vom Hersteller mitgelieferte Monitorprofile z.B. auch immer schlechter als eigens gemessene, da natürlich auch Monitore der gleichen Baureihe trotzdem technisch Bedingte Schwankungen haben.
Und weil sich an diese Standards der FOGRA selbstverständlich alle guten Druckereien, Lithoanstalten und Belichter halten funktioniert Farbmanagement so auch wenns keine geschlossenen System innerhalb eines Betriebes sind. Man benötigt halt einen STANDARD!!!!!
Es gibt auch funktionierendes Farbmanagement wie WinSoft es betreibt, da er ein geschlossenes System hat! Das ist die "kleine" Lösung für den eigenen Bedarf, die immer dann funktioniert, wenn niemand anderes die Daten weiterverarbeiten muss...
Ich habe jetzt ganz absichtlich nichts von Farbräumen und "welches Profil muss ich einstellen" usw. erzählt, da diese Diskussionen nix bringen so lange nicht DAS ZIEL definiert ist. Habt Ihr Euch für z.B. einen festen Belichtungs-Dienstleister entschieden, dann wäre dessen Ausgabe Euer Ziel und ALLE Profilierungen müssten darauf abzielen! Und ausserdem ist die gesamte Theorie die hinter diesen Systemen steckt für den Laien bzw. Endverbraucher nicht besonders relevant....
Viele Grüße,
Krassie
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Leben ist physikalisch gesehen ein Durchlauferhitzer!
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