Hallo Anaxaboras,
sorry, wenn ich gleich mit einem Knüppel loslege: Aber ich finde fließendes Wasser muß bei einem solchen Motiv entweder knackscharf, oder fließend weich sein. Hier ist es keins von beiden und verliert dadurch viel von seinem Potential. Warum ISO 400? Die D7 kommt doch auch runter auf 100 oder gar 80. Kein Stativ zur Hand und den AS ausgereizt?
Sehr mutig, ungewöhnlich aber auch gelungen finde ich die Idee, den Bach mit einem Tele aufzunehmen! Man sieht solche Bilder eigentlich grundsätzlich als Weitwinkelaufnahmen; so ist es dann doch mal ein ganz anderer Bildeindruck. Ich habe mich schon gewundert, warum es fast durchgehend scharf ist. Blende 20 hat dies dann erklärt.
Der Felsen links unten ist mir leider viel zu dominant und bringt zudem durch seine "plötzliche" Unschärfe viel Unruhe ins Bild. Vielleicht hätte man ihn dezenter plazieren oder weglassen sollen.
Absolut gelungen finde ich wiederum die restliche Komposition. Das Wasser fließt wunderschön, der "Leserichtung" entlang, von links oben nach rechts unten (ja, ich traue mich auch mal und nehme die Phrase "gelungene Diagonale" in den Mund

).
Die Farbgebung spricht mich insgesamt nicht so an. Die Grüntöne sind schon recht schön, hätten aber für dieses Motiv noch etwas stärker, oder auch dunkler ausfallen können. Das Wasser hingegen ist mir wiederum zu hell. Da wäre noch viel drin um das Bild mit einem "Wow"-Faktor auszustatten. Insgesamt scheint das Bild zudem mit einem leicht gelblichen Schimmer überlagert zu sein. Vielleicht nochmal am Weißabgleich drehen!? Und es wirkt auf mich leider auch nicht knackscharf.
Achja, noch ein Mini-Manko: der Ast links oben. Aber der ist nunmal da. Abschneiden würde ich den Teil trotzdem nicht. Eher den Ast abbrechen, aber als Idealist würde das für mich auch einen schweren Eingriff in die Natur darstellen

.
Ich hoffe ich habe dir das Bild nicht zerredet. Ich würde mich freuen davon noch andere Versionen zu Gesicht zu bekommen!
Gruß,
Justus