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Alt 31.01.2004, 10:51   #7
DigPix
 
 
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Ich würde das Nachschärfen etwas differenzierter erklären, da unterschiedliche Ausgabetechniken verschieden stark geschärft werden müssen:

Zum Drucken kann man meiner Meinung nach ruhig kräftig nachschärfen. Für den Offset-Druck (wenn man z.B. Grusskarten mit einem eigenen Foto machen lässt), soll laut Wargalla (s.u.) sogar so stark geschärft werden, dass es am Bildschirm überschärft aussieht.

Für den Ausdruck auf dem Tintenstrahler würde ich auch kräftig nachschärfen. Da der Druckertreiber das Bild noch rastert geht wieder etwas an Schärfe verloren.

Für's Ausbelichten kann man meiner Erfahrung nach auch noch knackig schärfen, muss aber wegen der hohen Auflösung der Ausbelichtung vorsichtiger sein. Das Foto wird hier nicht gerastert, aber in den meisten Fällen noch mal skaliert (da man das Bild nicht in den exakten Pixelgrössen anliefert). Damit geht also auch Schärfe verloren. Stellen, die vorher etwas zu scharf waren, werden wieder unsichtbar.

Für den Bildschirm muss man tatsächlich sehr vorsichtig mit der Schärfe umgehen. In der 100%-Ansicht kann man das aber genau einstellen, da man am Monitor schon das Endergebnis sieht.

Also folgende Kurzfassung:
- Offset-Druck: sehr stark schärfen (am Bildschirm evtl. schon überscharf)
- Tintenstrahler, Belichter: "knackig" schärfen
- Bildschirm: vorsichtig schärfen, Endergebnis direkt kontrollierbar

Tipp: Sehr interessant dazu finde ich Kapitel zum Schärfen in dem Buch "Farbkorrektur" von Wargalla. Das Buch ist übrigens eine wirklich gute Investition mit vielen Beispielbildern.

Viele Grüsse,
Sebastian
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