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Alt 30.01.2004, 18:37   #3
WinSoft
 
 
Registriert seit: 07.09.2003
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Auch hier im Schnee ist es genauso wie bei Sonnenauf- oder -untergängen oder bei Nachtaufnahmen von mit Natrium-Dampflampen angestrahlten Ruinen:

Wir wollen unbedingt die Farben sehen, die wir GLAUBEN oder gewohnt sind zu sehen!

Wir wollen weißes Papier unbedingt weiß sehen, obwohl es im Schatten unter dem blauen Himmel blau, unter dem Blätterwald eines schönen Sommerbaums grünlich und unter Natrium-Straßenlampen gelblich. Im letzten Licht der abendlichen Sonne erscheint das Papier schließlich rötlich.

So, und nun? Was stimmt denn nun? Muss man denn jetzt den manuellen Weißabgleich bemühen, damit weißes Papier wieder weiß, Schnee zur Mittagszeit im Schatten wieder weiß statt bläulich ist? Ich sage NEIN! Die Kamera registriert alle Farben viel genauer als wir bzw. unser Gehirn es wahr haben will.

Wie schon mehrfach erwähnt: Beim Sonnenuntergang gewöhnen wir uns recht schnell an die Farbenpracht und finden sie zunehmend blasser je länger wir hinschauen. Unsere Farbzäpfen sind gesättigt, das Gehirn registriert flauere Farben. Kippen Sie jetzt mal den Kopf um 90°, und schon ist die alte Farbenpracht plötzlich wieder da!

Fazit: Lassen wir doch den recht guten Weißabgleich der A1 auf AUTOMATISCH, und wir erhalten bei JEDER Lichtsituation die einigermaßen korrekten Farben der Natur! Dann darf Schnee je nach Licht bläulich, gelblich oder rötlich sein...
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