Bei mir ist zwar nicht die Kamera kaputtgegangen, sondern nur ein Objektiv, aber gestern hab ich mir auch mal wieder Gedanken gemacht, ob Sony denn noch die richtige Wahl ist. In vielen Bereichen kann man nur alten Kram kaufen, von dem sich dann erst im Nachhinein rausstellt, ob es Schrott war oder was Brauchbares.
Das 50/1,4, bei dem die Blende verölt war, hätte sich zwar noch durch Neuware zum doppelten Preis ersetzen lassen, aber ich habe mich gestern gefragt, ob es denn so sinnvoll war, mein Minolta 50/1,7 zu verkaufen, das ich damals zusammen mit meiner D7D als Neuware gekauft habe (bei Technikdirekt übrigens - die haben Sony gar nicht mehr im Programm

). Ein gleichwertiges nochmal bei eBay zu erwischen ist nahezu unmöglich. Bei Canon gehe ich einfach in den nächsten Fotoladen und kaufe mir ein nagelneues 50/1,8. Oder ich nehme gleich mehrere und behalte das Beste von denen (ich weiß nicht, ob es bei Canon auch Serienstreuung gibt).
Bei Canon kann ich mir übrigens auch einfach ein 35/2 kaufen oder ein 85/1,8 und muß nicht wie Rainer Duesmann monatelang einem gebrauchten 85/1,4 hinterherjagen, um dann letztlich eins zu bekommen, das sich als Schrott herausstellt.
Ich hab auch kurz vor der PMA mal meinen Objektivbestand geschätzt und durchgerechnet, was ein Wechsel auf Nikon mit qualitativ brauchbaren VR-Objektiven kosten würde. Ich bin auf etwa 1000€ Zuzahlung gekommen, allerdings wären darin dann auch ein 12-24 von Tokina und das 100mmm Macro von Tokina enthalten gewesen. Das ist dann nämlich der nächste Minuspunkt im Sony-System. Mangelnde Unterstützung durch Dritthersteller. Tamron ist der einzige, der sein Komplettprogramm auch für Sony anbietet.
Die Vernunft sagt: Trotzdem bei Sony bleiben! Ich nehme an, wir werden bald sehen, ob das wirklich die sinnvollere Entscheidung war. Ob die neuen Alphas noch die alte Minolta-Philosophie fortführen, wird man ja erst in einigen Wochen/Monaten wissen. Die technischen Daten allein helfen ja noch nicht viel weiter.