Zitat:
Zitat von jrunge
Das ist Deine Einstellung, ich habe da inzwischen eine andere. Und das wohl nicht ganz unbegründet, war selbst Minolta-Kunde seit 1978.  Aber wer seine Mitarbeiter und Kunden so im Regen stehen lässt, verzichtet eben auf mich als Kunde. 
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Jürgen, ich möchte das Thema jetzt zum einen nicht weiter ausbauen, dass ist an anderer Stelle bereits geschehen, und zum anderen bestimmt keinen Streit vom Zaun brechen.
Dennoch möchte ich mal folgendes (als persönliche Meinung) dazu schreiben.
KoMi ist kein Sozialstaat, er hat zwar eine gewisse soziale Verantwortung, die jedoch nicht bis in den Bankrott gehen muss und auch nicht gehen darf.
Die Art und Weise, wie KoMi den Verkauf durchgeführt hat, war sicherlich bedenkenswert, sich aber aus dem Geschäft zu ziehen, bevor die großen Verluste eintreten, nur vernünftig.
Ohne Deine Haltung und Meinung (und die vieler anderer) jetzt zu sehr zu beanspruchen gilt es immer noch, nur wenn ein Geschäft Gewinne erwirtschaftet ist es überlebensfähig. Es gibt viele andere Firmen, die noch viel härtere Spuren gegenüber ihren Mitarbeitern fahren. Das Handygeschäft hat's vor kurzer Zeit an den Tag gebracht. Auch die Auto-Branche ist nicht gerade zimperlich. Selbst renomierte deutsche Firmen verbieten ihren Mitarbeitern die Gründung eines Betriebsrates, obwohl weit über 1000 Mitarbeiter dort beschäftigt sind.
Der Prozessor in Deinem Computer wurde vielleicht von Zeitarbeitskräften entwickelt und gefertigt (kan, muss aber nicht sein). Diese Arbeitsplätze werden nicht subventioniert, sondern in dem Moment, wenn die Fertigung nicht mehr rentabel ist, werden ganze Werkshallen geschlossen und die Mitarbeiter an die Luft gesetzt.
Andere Arbeitgeber haben nur noch Leiharbeiter und "kicken" diese sofort, wenn es nur ein Anzeichen einer Schwäche im System gibt. Andere Firmen werden aufgelöst und die Mitarbeiter in "Auffanglager" verschoben, damit sie neue (Knebel-)Verträge "genießen" dürfen.
Ich heiße das nicht für gut und bin sicherlich kein Mensch, der mit absoluter Überzeugung diese Meinung auch lebt. Aber nur wenige Menschen können es sich leisten zu sagen "Hey, ist doch egal was es kostet...".
Und genau darauf zielt es ab. Entweder der Mensch (im allgemeinen) ist bereit für eine Leistung einen entsprechenden Preis zu bezahlen, oder er muss mit der ökonomischen Konsequenz umgehen, dass eine Firma aufgelöst, geschlossen, verkauft oder in den Konkurs getrieben wird.
Das hat nichts mit "Geiz ist Geil" zu tun, sondern einfach mit der Tatsache, dass es der Mehrheit der Bevölkerung nicht gegeben ist ausreichend Geld zu haben/verdienen um sich dem Lebensstandard anpassen zu können.
Erst vor kurzem (dieser Tage) wurde sogar das Taschengeld für Heimkinder gekürzt. Na vielen Dank auch...