Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 20.01.2007, 17:45   #8
Sebastian W.

Themenersteller
 
 
Registriert seit: 10.09.2005
Ort: Hamburg
Beiträge: 1.178
Alberich, du bist ein Genie, der Denkanstoß hat funktioniert. Mit der Idee kann man die Arbeit zwischen mehrere Rechner aufteilen, dazu später mehr.

Die Idee mit dem externen Scripting finde ich gut. AutoIt und AutoHotkey haben sich bei mir bewährt und können auch auf PlugIn-Fenster warten, Werte einstellen und auf OK klicken. Reines
externes Scripting scheiterte daran, daß ich nicht zuverlässig feststellte, wann Photoshop weitere Eingaben annehmen konnte.
Eine Mischform aus PS- und externem Script, wobei das externe die Kontrolle hat und abwechselnd Kommandozeilentools und Photoshop-Batches aufruft, erscheint sinnvoll wenn es gelingt, die Ergebnisse der externen Tools an der richtigen Stelle in das PSD einzufügen. Gibt es ein Tool das PSD lesen, schreiben, Ebenen anlegen und ersetzen kann? Vielleicht Image Magick?

Die Sache komplett aus PS heraus zu scripten wäre mir zwar lieb aber durch das Wiederaufrollen der Lösung mittels externem Scripting-Tool ist eine Lastverteilung auf mehrere Rechner möglich geworden. Sie ist etwas freaky, bislang nur eine Idee und könnte so aussehen:

Man erstelle so viele Verzeichnisse wie es Schritte gibt und kopiere alle RAWs in Verzeichnis 0.
Nun startet man auf ein paar Rechnern die RAW-Konverter und lässt sie je einen Anteil der Bilder ins Zielverzeichnis 1 entwickeln.

Auf jedem anderen Rechner läuft ein Script das die Verzeichnisse aufsteigend von 1 an durchsucht, den ersten Fund verarbeitet, das Ergebnis in das nächste Verzeichnis schreibt und die Verzeichnisse erneut nach Arbeit durchsucht. Rechner ohne Photoshop konzentrieren sich auf andere Aufgaben, Rechner mit Photoshop auf Photoshop-Aufgaben.

So früh wie möglich und an mehreren Stellen in der Kette wird dem Anwender angeboten, das Bild aus der Verarbeitungskette zu ziehen, zu croppen und wieder einzufügen um nachfolgende Vorgänge durch weniger Pixel zu beschleunigen. Tut er es nicht, stauen sich die Bilder an dem Punkt der Verarbeitung, an dem das endgültige Seitenverhältnis feststehen muss. Dadurch ist jeder Rechner stets ausgelastet solange der Anwender mit dem Croppen nicht über einen kritischen Zeitpunkt hinweg wartet. Einer der Rechner ist Master/Manager. Hier wird gecropt, Statistiken werden angezeigt, zeitliche Schätzungen errechnet und die Arbeitsstrategie mit dem Anwender abgeglichen, also wann er croppen möchte, sobald ein Bild fertig ist, in einer Stunde, am nächsten Morgen oder gar nicht. Gleiches gilt für die Verteilung von Ebenentransparenz, Masken und dem Teil bei dem man Bilder von Hand bearbeitet, wenn es den denn gibt.

Sinnvoll ist das alles natürlich nur, wenn man viel Rechenzeit braucht. Normalanwender brauchen keinen Gedanken daran zu verschwenden. In meinem Fall sind es entweder wenige gute oder viele einfache Bilder. Besondere Bilder bei denen die reine Raw-Konvertierung drei Minuten und die Dekonvolution mindestens fünf Minuten dauert, Farbentrauschen 30sek, bestimmte Masken eine halbe bis mehrere Minuten und so weiter, bevor ich das Bild nach der RAW-Einstellung das erste Mal wieder von Hand anfasse.

Auf der anderen Seite stehen Partyfotos die ich zu hunderten verwursten muss. Billige RAW-Entwicklung, normale Entrauschung, bei guten High-Iso-Aufnahmen besonders rechenaufwendiges Entrauschen (Restaurierung, dauert mehrere Minuten), massive automatische Korrektur, 90-Grad-drehen, croppen mittels Hilfslinien mit goldenem Schnitt. Durchschnittlich 10 Sekunden pro Bild (sollten) reichen und sie sollen so schnell wie möglich web-fertig sein und hochgeladen werden. Für das Warten auf den Rechner bleibt da keine Zeit. Besonders bei meiner alten Gurke.
Sebastian W. ist offline   Mit Zitat antworten