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Alt 16.01.2004, 23:41   #3
andys

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Zitat von doubleflash
Hallo andys,
Mühe hast du dir gemacht, dass sieht man aber ich verstehe es nicht.
Irgendwie habe ich noch nicht mitbekommen, was diese Grafiken aussagen und wie sie zu lesen sind. Vielleicht hast du auch noch eine einführende Erklärung für mich.
Mein Ziel ist, die schönen Farben der Natur mit der Kamera aufzunehmen und dann ebenso schön auf dem Monitor oder Papier zu sehen. Helfen diese Profile mir dabei?
Hallo Patrick,

Ich möchte hier nicht für Farbmanagement plädieren, habe ich nie getan.
Wer die Grafiken versteht, lernt die Grenzen von Papier und Kamera kennen.
Bei den ersten Bildern sind unsere Farbräume im Lab Farbraum gesetzt. Lab sind die Farben, die wir Menschen sehen können. Diese vergleiche zeigen, wie wenig Farben wir in der Fotografie eigentlich nur nutzen können. Es ist ein Jammer. In der Natur werden wir immer wieder Situationen haben, bei denen ein großer Anteil der Farben vorhanden ist. Und davon können wir nur einen Bruchteil nutzen. Da sehen wir, dass die Dimage RAW den größten Teil aller Profile abspeichern kann.
Siehe Dir Bild 14 an. Da ist das Profil vom Papier in weißer Umrandung und als Farbraum die Dimage jpg. Beim Papier siehst Du unten die weiße Nase, die rausguckt und oben und hinten der Raum, der rausguckt. Das sind Farben, die das Papier eigentlich aufnehmen könnte. Geht aber nicht, weil Minolta die Farben nicht liefert. Beim Farbigen Teil (Dimage) siehst Du, dass auch da Farben raushängen. Das sind die Farben, die die Minolta kann, aber das Papier nicht annimmt. Von beiden Medien wird nur die Schnittmenge genutzt, das was ineinander liegt. Also ein sehr kleiner Teil.
Nehme ich aber jetzt Bild 13, in diesem Fall Dimage RAW, da sehen wir, dass sie einen riesigen Schwanz in Blau und Purpur hat, der nicht wiedergegeben werden kann. Aber beim Papier hängt nur ein kleiner Teil unten raus. Also wird ein sehr viel größerer Anteil an Farben der Kamera für das Papier genutzt. Das Bild zeigt gedruckt mehr leuchtende Farben. Mit der Dimage jpg ist das aktuelle Papier fast ausgereizt. Werden die Drucker aber besser, d.h. können sie mehr Farben wiedergeben, dann hat RAW klar den Vorteil, weil die erforderlichen Farben in der Kamera vorhanden sind.
Ich will damit auch sagen, dass die Kameras farblich schon sehr viel mehr können. Wir müssen von Monitoren und Druckern mehr fordern. Erst dann nutzen wir die die Fähigkeiten der Kameras voll und ganz und wir müssen diese Fähigkeiten einsetzen. Wer in jpg arbeitet, holt nicht das Beste aus seiner Kamera. Aber ob jemand den Aufwand treiben will, muss eben jeder selber entscheiden.
Vielleicht hilft diese Erklärung und betrachte so mal die anderen Grafiken.
Andys
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