Hallo Peter!
Dein Beitrag wirft sehr schwierige Fragen auf, die nicht ungeeignet sind, sehr emotional geführte Debatten loszutreten.
Zitat:
Zitat von Peter P
[...]und sehe, dass er bewafnet ist und schreit, dass er Leute umbringen will.
Ich habe die Möglichkeit ihm mit einem Knüpel oder was ähnlichem auf den Kopf zu hauen und so ein mögliches Massaker zu verhindern.
Wenn er dann stirbt[...]
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Ist es tatsächlich nur möglich, ein Massaker zu verhindern, indem man den Amokläufer tötet? Sicher, es ist immer schwer, ohne Kenntnis der Situation zu sagen, "Also ich würde dann...", aber es gibt sicherlich oft Möglichkeiten, den Übeltäter auch auf andere Weise von seiner Waffe, ohne die er harmlos ist, zu trennen.
Das hat mich auch immer an dem Standardszenario des früher üblichen Kriegsdienstverweigerungsausschusses gestört (das ich gottseidank nicht mehr erleben musste) - die meisten dürften die Geschichte von der Freundin, dem Wald und der sich zufällig in der Hand befindlichen MG kennen. Wer sagt denn, dass man einen Vergewaltiger nur durch einen Kopfschuss von seiner Tat abhalten kann? Zugegeben, das ist eine andere Situation, aber ein ähnliches Problem.
Zitat:
so werde ich vor Gericht gezerrt und mir wird ein Prozess gemacht wegen Todschlags, oder? Oder sollte man so lange warten bis er die ersten umbringt?
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Ich bin kein Jurist, aber so einfach ist die Rechtssprechung sicherlich nicht. Doch man würde sicherlich Probleme bekommen, wenn es offensichtlich auch anders möglich gewesen wäre, die Situation zu lösen, man aber trotzdem die Tötung des Amokläufers bewusst in Kauf nimmt. Doch wie gesagt - IANAL!
Das eigene Leben schützen. Alles andere gibt es, glaube ich, nur in Hollywood.
Zitat:
Ich würde diese Frage gerne an die Justitzministerin stellen.
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Warum tust Du das nicht? Ich kann mir durchaus vorstellen, dass Dein Brief beantwortet würde. Vielleicht sogar persönlich?
Soweit mein Senf...
Schöne Grüße,
Holger