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Alt 11.11.2006, 14:04   #9
Jens N.
 
 
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Zitat:
Zitat von Lord Helmchen
So ist es auch - und dazu kommt, dass das Tamron bei seinen 14mm einen größeren Bildwinkel (ca. 130°) als das Sigma (ca. 122°) bei dessen 12mm hat.
Nein, der Bildwinkel ist direkt abhängig von Brennweite und Aufnahmeformat, einer der Hersteller macht da also falsche Angaben oder du einen Rechen- oder Denkfehler.

Was die "Vollformattauglichkeit" des 11-18mm angeht: so gesehen wäre jedes digital gerechnete Zoomobjektiv vollformattauglich, in der Praxis würde ich mir das aber nicht antun: da die meisten Sucher nicht 100% zeigen, läuft man immer Gefahr, sich irgendwo Abschattungen einzufangen, was gerade bei Film ärgerlich ist. Man sollte das also vorher ausprobieren und sich dann konsequent an die als sicher ermittelte kürzeste Brennweite halten.

Ich finde auch das Ergebnis des 11-18mm bei 14mm nicht "tauglich", denn oben rechts ist halt eine deutliche Abschattung zu sehen, die -je nach Blende (Offenblende?)- auch noch ausgeprägter und -je nach Motiv- sehr störend sein kann. Das Bild bei 16mm kann man wegen des Motivs nicht beurteilen, ab 18mm ist es dann OK. Das wäre übrigens auch ungefähr das rechnerische Ergebnis: 11 x 1,5 = 16,5. Die Umrechnung über den Cropfaktor funktioniert in der Regel ganz gut (obwohl man natürlich niemals weiß, was da noch an "Reserven" ist), das Tamron leuchtet also ungefähr ab 16,5mm und nicht ab 14mm den vollen KB-Bildkreis aus - man erhält also quasi eine Festbrennweite.

Und dann muß man halt auch noch die Abbildungsleistung berücksichten und da hat mich das, was ich vom Sigma 12-24 bisher gesehen habe, einfach mehr überzeugt als die Beispiele des 11-18. Dafür ist letzteres kleiner, leichter, günstiger, hat ein Filtergewinde und eine ordentliche Streulichtblende - wie immer eine Frage der Prioritäten.
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Gruß Jens
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