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Alt 01.10.2006, 08:55   #40
Blackmike
 
 
Registriert seit: 24.08.2005
Ort: Im schönen NRW
Beiträge: 1.953
Ich glaub, hier werden so einige Dinge ganz schön miteinander verquirlt und durcheinandergeworfen.

1. Technische und visuelle Bildqualität.
Ich greif jetzt mal einfach ein extremes Beispiel raus, die panasonic FZ50.
Bitte die Ironie Anführungszeichen beachten.
laut vieler "Testberichte" eine CAM mit "wenig" Bildrauschen und guter Detailwiedergabe ("zumindest was die Wiedergabe von Siemenssternen angeht"). Obwohl die getestet nicht schlechte Testergebnisse erreicht, würde ich diese Cam nach dem 3. Bild bei Ebay verticken. Die visuelle Bildwirkung ist Müll, es gibt genug Threat über die Aquarelleigenschaften der Pana. Warum hab ich das geschrieben? Zum einen, wer weiß, was für Algorithmen Pana da in die Firmware geschrieben hat? Es gab ja auch mal im PC Bereich die Auffälligkeit (bzw ist es nachher auch nachgewiesen worden, das ATI mal vor 2 Jahren seine Treiber auf Benchmarks hin optimiert hatte (Der Treiber erkannte, wenn ein Bench lief, und schaltet auf eine geringfügig niedrigere Qualität um, um eine höhere Framerate zu erreichen. Und da als Endergebnis die Frames pro Sekunde ein Kaufargument sind.... *kein weiterer Komentar.

2. Die hier genannte Geschichte mit den AD-Wandlern.
ALs Literaturquelle geb hier hier jetzt mal das nachschlagewerk für einen Elektrotechniker/Elektroingenieur an, den guten alten "Tietze-Schenck". Vorsicht, schwere Kost.
Als Fehlerquellen für eine AD Wandlung gibts da (mal zusammengefasst, die genauen erklärungen lassen sich nachlesen)
Nichtlinearität, Quantisierungsrauschen
Nichtlinearitäten lassen sich per Firmware linearisieren, wenn wan die Kennlinie des Wandlers mit ausreichend vielen Stützpunkten kennt.
Quantisierungrauschen ist da nicht mehr so leicht zu erfassen, es ist definiert als das schwanken des Ergebnisses bei konstant anliegender Eingangsgröße. Es wird angegeben als +/- Digit.
Ein 22 bit AD mit +/- 15 Digits liefert im gewünschten Bereich von 12 Bit ein konstanteres Ergebnis als ein 12 Bit AD mit +/-4 Digit.
Es stellt sich die Frage, was braucht man in der Bildbearbeitung?
JPegs haben immer noch 8 bit,- bischen wenig zur EBV, aber absolut ok, da jeder Monitor, belichter und fast alle Drucker eh nur 8bit darstellen können. Zur Bildbearbeitung meiner Meinung zu wenig, wer man eine etwas krassere Tonwertkorrektur an einem JPEG gemacht hat, kennt die Tonwertabrisse in dem Histogramm. Hier ist dann als quellmaterial ein 12 bit RAW auf jeden Fall vorzuziehen, was ja auch alle DSLR´s liefern.

3. Auflösungswunder???
Den Begriff find ich schon reichlich daneben. Eine Alpha löst auch gut auf, richtig.
Nur wie definierst du Auflösung? Linienpaare pro mm???
lächelt, da muß der Therorie nach eine 99€ 8MPix JayTech Knipse eine bessere Auflösung haben als eine Alpha...
In o.a. Literatur gibts auch ein Kapitel über die Nyquist Theroreme. manch einer wird den begriff "Nyquist" auch schon mal im Bereich Digitalkareras gehört haben. Er beschreibt die theoretisch maximale Auflösung für einen Sensor (definiert durch seine Fläsche und seine Pixel)
Folglich ist die theroretisch maximal ereichbare Auflösung an lp/mm bei einem 8Mpix1/2.5" Sensor größer als bei einem Sensor einer Alpha, einer EOS 5d, einer 1DsMK II, einer Mamiya ZD oder einer Hasselblad H2, da der pixelpitch bei den anderen genannten Cams um einiges größer ist.
Natürlich wird dieser winzigsensor NIE mit der Nyquist Auflösung angegebenen maximal theoretischen Wert erreichen, weil der vorgelegte AA und DeMoire Filter, die optik und die Signalverarbeitung intern Müll sind.
Eine Aussage über die interne Güte läßt sich also in etwa mit dem Wert fällen, wie nah die tatsächliche Auflösung prozentual an der nyquist Auflösung liegt.
Wie gesagt, prozentual, eine Alpha wird einen höheren absoluten Wert haben als eine EOS 5D, oder eine Mamiya ZD oder eine Hasselblad. Wenn der absolute Wert das entscheidende wäre, müßten alle, die so eine Cam einsetzen, die sofort verkaufen und sie dann die viel bessere Alpha holen. *ironiemodus*.
Vorrausgesetz, die Optik ist nicht der limitierende Faktor (was sich ja durch Auswahl eines entsprechend hochwertigen Objektives ausschließen läßt), läßt sich mit diesem Wert ein Einfluß der Faktoren AA-Filter und interne Signalverarbeitung treffen.
Ein Vergleich dieser Ergebnisse (theoretischer maximalwert zu gemessenem Wert) zeigt, das Cams wie die Hasselblad, eine 1Ds oder auch die 5d recht nah an ihrer theoretischen grenze liegen. (Bei dem Fullframes von Canon ist der AA-Filter der "leichteste" von allen Cams im Kleinbildbereich, Bei dem beiden Cams liegt der bei 1 Pix, bei der Mamiya ist der AA filter sogar ausbaubar.
Die Alpha liegt im bereich der Cops Cams im guten Bereich.
Wenn man annimmt, das alle Hersteller eigentlich die Signalverarbeitung im Griff haben und da keine groben schnitzer einbauen (Jaytech lass ich mal deutlich außen vor) läßt sich aus dieser Angabe ein Rückschluß auf die Stärke des AA ziehen.

Trotz allem, die Alpha ist eine Klasse Cam, mit guten Optiken bringt die erstklassige Ergebnisse. Es ging mir grad nicht darum, Sony zu bashen, sondern um mal ein paar Zusammenhänge klarzumachen. Nur die Alpha ist nicht, was hier so beschrieben wurde, eine WunderCam. sondern in Ihrem Bereich (10Mix Crop 1.5) eine wirklich gute Einsteiger DSLR.

Greetz,- Blackmike
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