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Ok, hier der Text! Da er nicht von ekaat sondern einem Freund von ihm stammt hab ich erst wegen der Veröffentlichung gefragt!
Zitat:
Ich werde mal versuchen, die Vorgeschichte und den Wechsel etwas zu beleuchten. Natürlich bin ich gern bereit, auch im direkten Kontakt zu helfen.
Ich habe meine damalige DSLR (*istDS von Pentax) Anfang 2005 gekauft, zu diesem Zeitpunkt hatte ich schon mehrere Jahre mit einer Pentax Analog-SLR fotografiert. Mein 1,4/50 habe ich behalten, den anderen Analog-Kram verkauft. Dazu kam ein 3,5-4,5 / 24-90 von Pentax. Das Zoom ist optisch sehr gut und hat auch einen entsprechenden Ruf in den Foren, ist aber (gemessen am Preis) haptisch richtig schlecht (klapprig, viel Spiel in der Fassung). Zudem ist nur wenig Weitwinkel vorhanden. Deshalb habe ich das Zoom nach einiger Zeit wieder verkauft und mir ein 2,8 / 20 von Pentax gekauft. Ich war dann bis zum Kauf der Sony mit dem beiden Festbrennweiten 20 und 50 mm (und einem Blitz) unterwegs. Diese Kombination ist schön klein und optisch gut, wenn auch das 20er stark verzeichnet. Eine kompakte Ausrüstung ist mir sehr wichtig.
Ich habe dann u.a. während einer längeren Reise festgestellt, dass das alleinige Arbeiten mit Festbrennweiten teilweise recht lästig sein kann, da es durchaus auch Situationen gibt, in denen man nicht dauernd Objektive wechseln will. Andererseits mochte ich die Lichtstärke dieser kompakten Objektive und die für Pentax verfügbaren Zooms sagten mir aus verschiedenen Gründen alle nicht so recht zu.
Die Vorstellung der Sony brachte eine neue Klasse der Bridgekameras ins Spiel: großer Sensor wie bei der Spiegelreflex und dementsprechend geringes Rauschen (ISO bis 3200) in einer Bridgekamera.
Wie bei allen anderen Nicht-Spigelreflexen kann das Objektiv bis direkt vor dem Sensor gehen, da kein Raum für einen Schwingspiegel freibleiben muss. Das vereinfacht die Objektivkonstruktion erheblich, die Optik kann kompakter, günstiger und qualitativ besser werden. Sony hat das aus meiner Sicht hervorragend umgesetzt, das Zoom-Objektiv der R1 ist einfach klasse. Die Verzeichnung ist im Normalfall nicht sichtbar (kein Vergleich mit meiner Pentax Festbrennweite), Vignettierung ist auch kein Thema.
Die Sony ist allgemein sehr schön verarbeitet, da klappert nichts. Ist natürlich eine Kunststoffkamera, Sony-Fans sagen die 828 war noch etwas besser in der Haptik der Materialien.
Die Bildqualität ist toll, durch die hohe Auflösung sind auch Ausschnitte - wenn nötig - kein Thema. Überhaupt wird die Bildqualität der R1 in der Fachwelt sehr hoch bewertet, es ist Konsens dass sich dieses Qualitätsniveau mit einer DSLR nur mit sehr guten Objektiven erreichen lässt, die dann wesentlich teurer und schwerer wären. Dafür bietet die DSLR dann ja andere Vorteile.
Ein wesentlicher Grund für den Wechsel zu einer Bridge Kamera war das Lifehistogramm. Da DSLR's eine sofortige Bildkontrolle ermöglichen und Digitalkameras allgemein recht empfindlich auf Fehlbelichtungen reagieren, sah bei mir die Praxis meist so aus: Bild aufnehmen - kurz Histogramm checken - Belichtung korrigieren und nochmals aufnehmen. Das ist nun vorbei, im Sucher oder auf dem LCD der Sony kann ich per Histogramm genau sehen, wie das Bild belichtet wird. Die Bildanzeige nach der Aufnahme habe ich deaktiviert, ich sehe es ja bereits vorher. Ein Vorteil, den man gar nicht hoch genug einschätzen kann.
Die Live-Bildanzeige auf dem LCD ist natürlich auch sehr gut, insbesondere bodennahe Aufnhmen habe ich mit der DSLR meist vermeiden, weil ich gerade nicht auf dem Bauch auf dem Bürgersteig entlangkriechen wollte. Der Sucher (EVF) ist sicher einer der besseren (nicht so gut wie in der A2), im Vergleich zur Pentax DSLR ist er natürlich ein Abstieg. Dafür zeigt er ISO, Histogramm und vieles mehr. Ich habe mich gut daran gewöhnt.
Der Brennweitenbereich passt für mich sehr gut, mehr Tele habe ich bislang nicht vermisst. Der Weitwinkel (24mm nach Crop) ist für mich eine wirkliche Bereicherung, bis dahin hatte ich immer mit 28mm (analog) bzw. 30mm nach Crop (DSLR mit 20er Objektiv) auskommen müssen. Der Sprung ist sehr groß, d.h. die Sony bietet sichtbar mehr Weitwinkel als meine bisherigen Kameras der sich entsprechend kreativ einsetzen lässt.
Das Bedienkonzept war ein weiterer wesentlicher Punkt in meinen Überlegungen. Fast alle wichtigen Funktionen sind durch Drücken eines Knopfes und gleichzeitiges Drehen des Einstellrades einzustellen. Genial. ISO Empfindlichkeit ist genauso schnell verstellt wie Blende und Zeit. Da können viele Hersteller noch etwas lernen.
Noch kurz zu den Einschränkungen und Nachteilen. Der AF ist bei Tageslicht in etwa so schnell wie der der Pentax, be schlechtem Licht ist er recht langsam. Dafür ist er allgemein sehr treffsicher. Für Basketball in der Halle würde ich mich nach etwas anderem umsehen :-))
Wieterhin würde ich die Sony nur kaufen, wenn (wie bei mir) der Brennweitenbereich ausreichend ist. Die Konverter sind groß, schwer und teuer. Benötigt man also mehr Tele oder Weitwinkel, spielen DSLR's mit Wechselobjektiven ihre Stärke aus (die dann mit anderen Einschränkungen einhergehen, aber man kann eben nicht alles haben).
Ich hoffe das war jetzt nicht zu lang, wenn noch Fragen zu bestimmten Punkten sind - einfach fragen.
Die Umstiegsgründe noch einmal zusammengefasst:
- Livehistogramm
- Livebild auf dem LCD
- kompakt in Bezug auf die Brennweite von 24-120 nach Crop
- hervorragende Bildqualität im gesamten Brennweitenbereich ohne Objektivwechsel
- geringes Bildrauschen (vergleichbar mit DSLR's, wenn auch schlechter als z.B. die aktuellen Canon DSLR's)
- tolles Bedienkonzept, Mittelformatfeeling durch das obenliegende Display
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