|
Hallo RobiWan,
ich glaube, Sie verwechseln hier etwas oder haben es noch nicht so richtig verstanden:
- Beim Dia-Film liegt die unvergleichlich kostenintensive Entwicklung beim Filmhersteller. Er muss(te) hohe Summen investieren, um zu den heutigen guten Farbfilmen zu kommen. Der Anwender (Amatuerfotograf) hatte damit nichts zu tun. Die Arbeitslast lag und liegt noch heute beim Filmhersteller bzw. der Entwicklerlabors.
- In der Digitalfotografie haben wir eine grundlegende Umverteilung der Arbeitslast, nämlich weg vom Labor, hin zum Fotografen! Jetzt liegt es am Fotografen, ob er aus dem digitalen Material ein vernünftiges Bild zaubert oder eben nicht. Selbst "gute" Automatiken nehmen ihm diese Arbeit nicht ab. Deshalb ist (übrigens auch für echte Profis) sehr viel Hintergrundwissen, Erfahrung und eben vor allem ARBEIT gefragt, um zu guten Resultaten zu kommen.
Diese gravierende, ja revolutionäre Arbeitsumschichtung mit Einführung der Digitalfotografie muss man sich überhaupt erstmal in ihrer enormen Tragweite klar machen, bevor man über neuere Digitalgeräte schimpft und beste Ergebnisse ohne Eigenarbeit erwartet. Diese Eigenarbeit wird Ihnen keine noch so tolle und teure Digitalkamera jemals abnehmen...
Beim Farbumkehrfilm hat Ihnen diese Arbeit das Labor (gegen Bezahlung) abgenommen. In der Digitalfotografie dürfen jetzt Sie die Arbeit (kostenlos) selber machen... Das ist der große Unterschied!
Meine Ratschläge:
- Hintergrundwissen aneignen.
- Grundlagen der Fotografie verinnerlichen. Diese Grundlagen gelten gleichermaßen in der analogen und digitalen Fotografie!
- Ausstellungen besuchen (Fotografien UND Malerei).
- Nur noch in RAW fotografieren. Vergessen Sie JPEG!
- Mit einem sehr guten Programm arbeiten (Photoshop CS2), nicht mit vielen verzetteln!
- Viel Zeit und Geduld einplanen!
|