Zitat:
Zitat von Mikosch
...naja, vielleicht findet sich ja noch jemand der das Teil sein eigen nennt und 2 Sätze für mich übrig hat! 
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aber gerne...
Das Sigma 100-300/4 EX IF APO (ohne DG) nenne ich seit ca. 4 Monaten mein eigen.
Ich habe es zugunsten des "alten weißen Riesen" Minolta AF 80-200/2,8 APO G verkauft, weil ich mehr Brennweite bei guter Lichtstärke und offenblendtauglicher Abbildungsleistung haben wollte.
Ich hatte die beiden Objektive eine Weile parallel und konnte direkt vergleichen.
Bei Brennweite 100 mm sind sie sich in etwa ebenbürtig, wobei das Minolta schon bei 2,8 ungefähr so scharf ist wie das Sigma bei Blende 4. Aber, das Minolta wird (bei 100 mm) durch abblenden auf 4 nicht so viel schärfer (weil es bei 2,8 schon so gut ist), das sich das Bild nur minimalst zugunsten des Minolta verändert. Bei Blende 5,6 konnte ich keine Unterschiede mehr erkennen.
Bei Brennweite 200 mm ist das Bild ein klein wenig anders. Hier hat Minolta (das bekanntermaßen ab Brennweite ca. 130mm etwas einbricht) nicht mehr so eine gute Offenblendleistung wie bei 100mm. Das Sigma ist sehr konstant in seiner Leistung, ist bei 200mm eher eine Tick besser als bei 100. Ich habe bei 200mm das Sigma bis Blende 6,7 ein klein wenig besser gesehen, darüber kein Unterschied.
zum AF:
der AF des Minolta ist unter allen Bedingungen schneller als der des Sigma, je schlechter das Licht wird, umso deutlich wird der Unteschied. Der AF des Sigma streicht auch bei noch etwas mehr Licht die Segel als der des Minolta, was angesichts der größeren Anfangsöffnung beim Minolta auch völlig normal ist. Eine Situation in der das schon zum Tragen kommen kann sind meine Gottesdienstfotos (die ich immer ohne blitz mache) - hierfür ist das Minolta besser geeignet. Der Unterschied der AF-Performance bei gutem "normalem" Tageslicht ist sehr gering.
Mein Fazit:
für mich hat sich der Umstieg gelohnt, die längere Brennweite ist der größere Gewinn. Beides sind Spitzenoptiken auf sehr hohem Niveau. Das Sigma hat den etwas schwächeren Autofokus, dafür die etwas bessere Offenblendleistung bei Brennweiten über 135 mm. Das Minolta hat eine minimal kühlerer Farbwiedergabe (was an digital eigentlich wurscht ist).
Das Arbeiten aus der Hand ist mit dem Minolta wegen der kürzeren Baulänge und des geringeren Gewichtes und der größeren Offenblende (die kürzere Verschlußzeiten ermöglicht) etwas einfacher.
So das waren jetzt doch mehr als zwei Sätze, ich hoffe das hilft Dir.
Gruß
PETER