28.11.2005, 16:18
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#25
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Registriert seit: 19.10.2005
Ort: Hamburg
Beiträge: 234
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Re: Weniger ist mehr!
Zitat:
Zitat von ghuebner
Die Möglichkeit, Kontrast, Schärfe, Verzeichnung, stürzende Linien und andere Bildeigenschaften zu korrigieren, ist sicherlich einer der Hauptgründe, warum man auf digital umsteigt, ansonsten heißt die Alternative entweder im Labor werkeln oder auf gut Glück die Filme zum Schlecker bringen.
Verfremdungen können - sparsam eingesetzt - auch sehr reizvoll sein, allerdings mache ich so etwas dann üblicherweise so radikal, dass eine Loslösung vom Gegenständlichen stattfindet und eine abstrakte Bildwirkung entsteht.
Zwischen diesen beiden Extremen liegt meiner Ansicht nach nur Mittelmaß: die nackte Frau, die in der Wüste schwebt oder andere peinliche Fotomontagen, die die Frontseiten und Photoshop-Tutorials von 08/15-Zeitschriften prägen.
Gerade in der Photoshop-Welt hat sich das Freistellen zu einer Sportart entwickelt und viele Leute protzen damit, einen möglichst unförmigen Gegenstand aus einem Bild herauszuschneiden und in eine völlig unpassende Umgebung hinein zu kopieren, mit einer entsprechend nichtssagenden Bildwirkung.
Diese Photoshop-Manie, bei der sich die Aufgabe dem Werkzeug unterordnet und man nur noch zeigt, was möglich ist und nicht, was schön ist, führt zu einer Reizüberflutung und hinterlässt nichts als Leere.
Am Anfang muss immer noch die Vision stehen, dann folgt die Auswahl und Anwendung der Werkzeuge. Fast immer zeigt sich dann, dass man mit wenig Aufwand viel erreichen kann.
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dito!
gruß an alle!!
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Gruß aus der Hansestadt H
John
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