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Hallo Runensklave,
1) Kompaktkameras haben halt - wie alle Kameras - ihre Grenzen! Das habe ich erst kürzlich ziemlich deutlich gezeigt. Man kann hier keine Mittelformat-Wunder erleben mit 39 Megapixeln... Bei rund 30 bis höchstens 40 Linienpaaren pro mm hört halt die Kompaktkamera auf. Das heißt, der "Matsch" ist normal!
2) Ein Polfilter schluckt unabhängig von seiner Drehung IMMER rund 1.5 Blenden/Zeitstufen. Wenn genug Licht vorhanden ist, kann man das Filter zwar immer drauf lassen, aber muss im Gegenlicht mit inneren Refelexionen an den 8 (ACHT) Reflexionsflächen (beim Zirkular-Polfilter) rechnen (Lens Flares). Und das trotz Vergütung!
3) Bedenken Sie, dass die beiden Poleffekte (Polarisation durch Reflexion an elektrisch nicht leitenden Stoffen und Polarisation durch Streuung des Himmelslichts) nicht immer voll ausgeprägt und fotografisch interessant sind. Man muss von Fall zu Fall entscheiden, ob sich der Einsatz des Polfilters wirklich lohnt.
4) Als ObjektivSCHUTZ eignet sich das Polfilter nun wirklich nicht! Das können der stabile und fest verriegelte Objektivdeckel und die stabile und fest verriegelte Gegenlichtblende besser. Außerdem sind die Frontlinsen moderne Objektive so kratzfest und chemisch widerstandsfähig vergütet, dass sich ein Extraschutz erübrigt. Ich benutze selbst in widrigen Umgebungen keinen Glasschutz vor meinen extrem teuren Leica-Objektiven, denn beim echten Crash zerstört das so genannte Schutzfilter mit seinen Splittern auch die zu schützende Frontlinse...
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