@koopi:ein Paar Worte zum 70-210/F4
allgemein:
Das 70-210/4 beruht noch auf den Linsenrechnungen der MF-Vorgänger, da gab es ein entsprechendes und wurde in der Form nicht weitergeführt, weil der Markt handlichere, leichtere und preiswertere Zooms verlangt hat. Wer Qualität wollte musste eben dann auf die APO-Schiene gehen.
das 70-210/4,0 hat also keinen entsprechenden Nachfolger gefunden. Die neueren sind alle Lichtschwächer und gelten in der Abbildungsleistung im allerbesten Falle als ebenbürtig, sind aber meistens bei Offenblende schlechter als das alte Schätzchen. Natürlich ist es kein Leichtgewicht, es hat ein starres innenzoomendes Gehäuse (d.h. verändert die Länge beim zoomen nicht) und ist komplett aus Metall gefertigt. Die Abbildungsleistung ist gut bis sehr gut und auch bei Offenblende wirklich scharf.
Ich habe selbst mal mit dem neueren 70-210 in "Kunststoffbauart" und mit ausfahrendem Zoom vergleichen können, da fand ich das alte DEUTLICH besser, die CAs waren beim neueren viel schlimmer und bei Offenblende war das alte deutlich schärfer. Insgesamt fand ich die Bilder mit dem alten Kontrastreicher und schöner anzuschauen.
Kommen wir zu den Nachteilen:
- schwer und unhandlich
- leichte Neigung zu CA´s bei harten Kontrastkanten und reichlicher Belichtung
- relativ empfindlich gegen Streulicht (sollte man eigentlich nie ohne GeLi benutzen)
- keine Stativschelle, was bei den Ausmaßen und dem Gewicht der Optik eigentlich schon sinnvoll wäre.
- [EDIT-Danke Manfred für den Hinweis] hatte ich vergessen: Frontlinse dreht sich beim fokussieren, was das Arbeiten mit Polfilter unangenehm macht.
Die alternativen von Sigma kenne ich nicht, da müssen andere was zu sagen.
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