@mrieglhofer
Ein Profil hat unter anderem folgende zentrale Parameter:
- Information zum Weißpunkt
- Definition der Primärfarben
- Angabe des Gamma
Mit diesen Angaben wird eine Farbe definiert. Ein Profil beschreibt einen Farbraum. Ein Farbraum hat auch den Weißpunkt als zentralen Anker. Veränderst Du den Weißpunkt, hast Du einen neuen veränderten Farbraum. Somit veränderst Du den Farbraum sehrwohl, wenn Du am Weißabgleich rumspielst. Die Primärfarben und das Gamma bleiben zwar gleich, aber die kompletten Rechenvorschriften ändern sich. Mit den unterschiedlichen Weißabgleich-Voreinstellungen gibst Du den Daten jeweils ein anderes Kamera-Profil mit.
Wenn Du die Farbdarstellung über ein individuelles Farbprofil optimieren willst, dann änderst Du vor allem auch die Primärfarben und die Transformationen. Dieses Profil gilt aber auch nur für einen Weißpunkt.
Zitat:
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Wenn du im Thread ein wenig zurückgehst, siehst du ein Beispiel, daß 4 verschiedene Kameras bei gleichem Weißabgleich die Bilder unterschiedlich darstellen.
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Was heißt denn schon gleicher Weißabgleich? Etwa alle 4 auf Sonnenlicht stellen? Hast Du überprüft, daß alle 4 intern die gleichen Parameter benutzen?
Zitat:
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Da damit die farbliche Fehlsichtigkeit der Kamera behoben wird, sollte ein generisches Profil reichen.
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Natürlich nicht, denn durch die unterschiedliche spektrale Zusammensetzung des Lichtes verändern sich die absoluten Farbwerte der Farben. Du kannst nicht an Hand eines bei Kunstlicht aufgenommenen Profiles prognostizieren, wie die Kamera die Farben bei Sonnenlicht sieht. Deswegen ist doch der Weißpunkt ein zentraler Punkt bei der Profilerstellung.